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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Lautstärkeregler Stassfurt Imperial J50WK

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BeitragVerfasst: Sa Apr 03, 2021 23:29 
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Liebe Forumsmitglieder,

bei einem Stassfurt Imperial J50WK, der übrigens erstaunlich gut klingt (Baujahr 1940), besteht ein leichter Brumm, der schwächer wird, wenn man den Lautstärkeregler aufdreht. Bei voll aufgedrehtem Poti ist der Brumm ganz weg. Wo könnte der Fehler liegen?

Österliche Grüße

Kalli


Zuletzt geändert von Kalli Koch am Mo Apr 05, 2021 7:21, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So Apr 04, 2021 8:55 
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Hallo Kalli,

solche Effekte sind mir hin und wieder begegnet, wenn die Netzelkos nicht mehr taufrisch waren. Sind die bereits getauscht ?

Viele Grüße
Holger

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BeitragVerfasst: So Apr 04, 2021 9:48 
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Guten Morgen Holger,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Im Gerät sind zwei Netzelkos verbaut, 16 uF und 8uF. Die hatte ich auch im Verdacht. Ein Nachmessen ergab 26uF und 10uF. Eigentlich hatte ich bei alten Geräten immer Kapazitätsverluste auf dem Messgerät. Was ist hier los?

Liebe Grüße

Kalli


Zuletzt geändert von Kalli Koch am Mo Apr 05, 2021 7:27, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So Apr 04, 2021 10:07 
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Hallo, Kalli, hatte deinen Eintrag auf FB schon gesehen.

Geräte aus dieser Zeit brummen fast immer etwas. Bei Geräten mit Zweiweggleichrichtung könnte eine Unsymetrie in der Gleichrichterröhre vorliegen ( ein System lahm ), was dazu führt, daß der Brumm dann 50Hz ist.

Möglicherweise wurde auch etwas an der Verkabelung geändert. Schon der Austausch eines Elkos, bei dem der an Masse liegende Anschluß aufgrund der Bauform aus Bequemlichkeit woanders an Masse gelegt wird, kann dazu führen.

Das hatte ich selbst bei einem Saba Freiburg von 1950. Ein Elko woanders an Masse gelegt, und das Gerät brummte deutlich, und wirklich störend.

Wichtig ist erstmal festzustellen, ob der Brumm 50Hz ist, oder nicht. Es kann auch sein, daß es weder 50 noch 100 Hz ist, sondern die Endstufe niederfrequent schwingt. Auch das wäre ggf. abhängig von der Stellung des Lautstärkereglers.

Und wenn jetzt noch Koppelkondensatoren getauscht wurden, und die Position des Außenbelags nicht beachtet wurde, haben wir noch eine Brummquelle.

VG Henning

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Schlau ist, wer weiss, wo er nachlesen kann, was er nicht weiss
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BeitragVerfasst: So Apr 04, 2021 11:56 
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Hallo Holger, hallo Henning,

erst einmal vielen Dank für die Antworten. Das Radio habe ich ohne jeglichen Austausch langsam unter Strom gesetzt. Es spielte von Anfang an mit dem leichten Brumm, hatte aber auch eine Verzerrung, worauf ich die Kondensatoren um die ECL 11 getauscht habe. Seitdem ist der Klang unverzerrt und kräftig, wobei etwas mehr Höhen wünschenswert wären.
Auch die beiden Kondensatoren im Gleichrichtungsbereich habe ich inzwischen sicherheitshalber getauscht. Hier waren zwei 10000 pF verbaut.
Was mich wundert:
Das Brummen wird bei steigender Lautstärke wesentlich Schwächer und ist auch nur bei leisen Musikpassagen bzw. ohne Signalzuführung wahrnehmbar.

Viele Grüße

Kalli


Zuletzt geändert von Kalli Koch am Mo Apr 05, 2021 7:26, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So Apr 04, 2021 13:32 
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Die LS-Regelung ist bei diesem Gerät wohl nicht "standardgemäß". Eine Lautstärkeänderung wird durch Sperrung des Gitters der Triode der ECL11 erreicht.
Am Fußpunkt des LS-Reglerns ist ein 10uF Kondensator zur Glättung der Spannung. Vielleicht ist der nicht mehr werthaltig...

Dateianhang:
Bildschirmfoto 2021-04-04 um 13.27.21.jpg
Bildschirmfoto 2021-04-04 um 13.27.21.jpg [ 133.72 KiB | 725-mal betrachtet ]


Grüße,
Jörg

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BeitragVerfasst: So Apr 04, 2021 16:30 
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Binser hat geschrieben:
Die LS-Regelung ist bei diesem Gerät wohl nicht "standardgemäß". Eine Lautstärkeänderung wird durch Sperrung des Gitters der Triode der ECL11 erreicht.

Aber mitnichten. Die beiden Widerstände (40 / 110 Ohm) liegen in der Minusleitung, der Anodenstrom aller Röhren fließt durch sie hindurch und erzeugt dort die Gittervorspannung für die Triode und ein ganzes Stück größer für die Tetrode. Das nennt sich halbautomatische Gittervorspannungserzeugung, die findet man sehr viel bei Geräten mit E/UCL11, UEL51, E/UCL81.

Mit dem Lautstärkenpoti kann man die Gittervorspannung überhaupt nicht beeinflussen, weil in das Gitter hinein kein Strom fließt (leistungslose Steuerung). Zudem würde diese Vorgehensweise eine Regelkennlinie benötigen, welche die EC(L)11 nicht hat. Würde man es trotzdem probieren, hätte man nichts außer einem wandernden Arbeitspunkt und hohen Verzerrungen.

Der Kondensator 10µF mit Plus am Chassis siebt die Gittervorspannung, weil alles was dort an Brummen auftaucht, wird mit der vollen Wechselspannungsverstärkung der Vor- und Leistungsverstärkerstufe verstärkt. Deshalb hat man das Siebglied mit 100kOhm/10µF sehr großzügig ausgelegt.


MfG
Munzel


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BeitragVerfasst: So Apr 04, 2021 16:44 
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Hallo Holger, Henning und Jörg,

den dicken 10 uF Kondensator hatte ich auch schon im Verdacht. Er bringt nur noch 0,14 uF aufs Messgerät. Ich nehme an, dass er das Problem verursacht. Ich muss erst einen Kondensator mit 10uF besorgen oder kann ich einen Elko einlöten? Wenn ja, wohin mit plus und minus?

Dankbare Grüße

Kalli

P.S.: Hallo Munzel, vielen Dank für deinen Beitrag. Also liegt es nicht am dicken 10uF Kondensator, trotz der recht kleinen Kapazität, die ich gemessen habe. Wie soll ich weiter vorgehen?


Zuletzt geändert von Kalli Koch am Mo Apr 05, 2021 7:25, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So Apr 04, 2021 17:59 
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Doch, es liegt genau daran. Wie ich sehr richtig schrieb, siebt der Kondensator 10µF die Gittervorspannung.
3.Abschnitt.
Es sich dabei um einen Elektrolytkondensator, deswegen ist ja im Schaltplan das + angezeichnet.


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BeitragVerfasst: So Apr 04, 2021 19:23 
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Hallo Männer,

unglaublich. Der Stassfurt läuft, ohne Brummen, Rauschen etc. und produziert einen super Klang, und das obwohl der Lautsprecher irgendwann einmal wahrscheinlich mit Holzleim geflickt wurde. Neu muss das Gerät 1940 der Hammer gewesen sein! Den großen Kondensator habe ich nicht als Elko erkannt, aber es lag genau an diesem.

Begeisterte Grüße und noch frohe Restostern

Kalli


Zuletzt geändert von Kalli Koch am Mo Apr 05, 2021 7:23, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: So Apr 04, 2021 19:32 
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Stassfurt.
Nur mit einem r, vor dem harten d am Ende. :D


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BeitragVerfasst: Mo Apr 05, 2021 7:29 
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Hallo Munzel,

vielen Dank für den Hinweis. Ich habe den Fehler soweit ich konnte korrigiert.


Liebe Grüße

Kalli


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