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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Pfeiffen und Brummen bei Selbstbau Verstärker

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BeitragVerfasst: Di Jul 27, 2021 12:03 
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Moin Moin
Ich war lange Krank
Darum melde ich mich zurück.
Gleich mit einem Problem
Bei meinem neuen Projekt.
Baue gerade einen Verstärker
Mit einer Ecc83 als Vorstufe
Und El 84 als Endstufe und das ganze in Stereo.
Den Plan habe ich von Jogis Röhrenbude
Dort ist es der Übungs und Test Verstärker.
Nun habe ich ihn so weit fertig macht auch Sound nur leider pfeifft er .
Kann das daran liegen das ich anstatt der EC 92 eine Ecc83 nutze oder liegt es an etwas anderem .
Trafo ist ein alter Telefunken aus einem Rondo
Die AÜs sind beide von Grundig Primer 5,2 KOhm
Sekundär 4 Ohm
Als LS habe ich aus der Not heraus zwei 8Ohm LS benutzt
Wehre für einige Tipps dank bar
Grüße Olaf


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Schaltung.jpg
Schaltung.jpg [ 20.08 KiB | 3981-mal betrachtet ]
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BeitragVerfasst: Di Jul 27, 2021 13:39 
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Hallo Olaf,

die gezeigte Schaltung ist eigentlich eine unproblematische Standardschaltung. Spontan würde ich zunächst den Lautsprecher einseitig an GND legen. Je nach deiner Spannungsversorgung kann auch ein zusätzliches Siebglied 20k...50k Ohm und 4µ7 vor R3 (50k) nicht schaden.

Sonst kann das Problem auch durch einen ungünstigen Aufbau, insbesondere unbedachte Leitungsführung, hervorgerufen werden. Vielleicht solltest du dann, zwecks Erkennung möglicher Ursachen, ein Bild deines Konstruktes vorstellen.

_________________
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


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BeitragVerfasst: Di Jul 27, 2021 15:21 
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Hallo,

das ist eine Schaltung aus einem Buch von Lothar König "Rundfunk und Fernsehen - selbst erlebt", ein sehr empfehlenswertes Buch, das es später auch nochmal mit überwiegend Transistorschaltungen gab. Beide Bücher sind der absolute Oberhammer, sicherlich didaktisch... vergleichbar z.B. mit Heinz Richter.

Ergänzend zu Peters Anmerkungen:
Ich würde den Anodenwiderstand der Vorstufentriode mal vergrößern, auf z.B. 100kOhm. Die Ug2 der EL84 könnte man auch einen Widerstand mit 10...47k einfügen um die Verstärkung zu verringern. Auch könnte man den C2 mal weglassen, dadurch bekommt die Vorstufe zunächst auch etwas weniger Verstärkung.

Wie ist der Aufbau ausgeführt ? Röhrenschaltungen sind so hochohmig, daß u.a. bei NF-Verstärkern ein Chassisaufbau oder zumindest die Anwesenheit größerer Masseflächen wichtig ist (eigene Erfahrung^^), denn die parasitären Kapazitäten sind unvermeidbar und sollten sich eher gegen Masse, also zwischen "heißen" signalführenden Leitungen abspielen.
Der Übertragerkern sollte mit Masse verbunden sein und die Leitung zwischen Anode der EL84 und Übertrager so kurz wie möglich sein, die pustet gern auf die Vorstufe und den Eingang !
Auch am Eingang sollte alles so kurz wie möglich sein und schön getrennt von den Endstufenleitungen.

Vor dem g1 der EL84 kann ein Widerstand von 4,7 K nicht schaden, der ist oft "anstandshalber" drin und verhindert HF-Schwingungen im KW-Bereich, die hört man nicht direkt, wenn aber die Endstufe HF-Schwingungen macht, könnten gewisse Effekte (periodisches Zustopfen der Rö o.ä.) auch zu niederfequenten Tongeräuschen führen ! Mein erster "fliegend" aufgebauter Rö-Amp mit PCL86 machte alle nur denkbaren Geräusche, nur nicht die, die ich wollte, respektive die der Eingangsquelle...

Gruß Ingo


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BeitragVerfasst: Di Jul 27, 2021 16:14 
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Moin Moin!
Also ich habe den Fehler Dank eurer Tipps gefunden.
Netzleitung und Signalleitungen lagen zu dicht zusammen und auch Signalleitungen gegen Abgeschirmte getauscht nun Pfeifft er nicht mehr aber Brummt noch .
Liegt am Sieb werde noch 50yF dazuschalten.
Dann sollte es weg sein.

Andere Frage was ist mit den 8 Ohm LS
Kann ich die weiter Nutzen.
Grüße Olaf und Danke


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BeitragVerfasst: Di Jul 27, 2021 16:31 
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...ah, cool !

Kleiner Tipp noch: Die Schirmgitterspannung nochmal getrennt sieben (also Widerstand und sep. Elko), das ist deutlich einfacher als die ganze Anodenspannung zu sieben, erfahrungsgemäß sind A-Verstärker ohne Netzdrossel kaum "ruhig" zu kriegen. Die Schirmgitterspannung ist die "Quasi-Anodenspannung" für den Strom, wenn die nochmal gut gesiebt wird, ist das oft eine wirklungsvolle Maßnahme.

Ansonsten wird korrekte Anpassung überbewertet ^^ Da kann man durchaus größere Abweichungen haben ohne daß sich das nennenswert auswirkt. Man kann durchaus mit einem bestimmten Übertrager und anderer Lautsprecherimpedanz geeignete Bedingungen herstellen:

1) Spannungs- Übersetzungsverhältnis des Übertragers z.B. mit 6,3V~ ermitteln (Vorsicht ggf. vor der hohen Wechselspannung bei Einspeisung sekundär !!) ü = Up/Us

2) Spannungsübersetzung quadrieren ü² und damit die Primärimpedanz ausrechnen Zp = ü² Zs mit Zs=8 Ohm, sollte bei EL84 glaubich 5,3kOhm (Zp) im Idealfall betragen, zwischen 4 und 6 kOhm gehts würd ich sagen ^^

Gruß Ingo

...achso, wenns nicht stört, kann man den Eingang durchaus mit 47...100kOhm "abschließen", das macht ja eigentlich das Lautstärkepoti, je niederohmiger, je besser ! Weil je niederohmiger, je weniger Empfindlich ist der EIngang gegen Brumm u.a. Störspannungen, nat. sollte die Quelle nicht groß belastet werden, z.B. bei E-Gitarre sind eher die 500k eine Empfehlung, dann muß man halt sorgfältiger abschirmen, denn je hochohmiger, je einstreuungsfreudiger !! (dann wirken sich die Kapazitäten, besser die kapazitiven Impedanzen Draht-Luft-Draht stärker koppelnd aus!)


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BeitragVerfasst: Mi Nov 17, 2021 19:52 
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Moin Moin!
Nun brauche ich den doch noch einmal eure Hilfe!
Mir ist gestern ein Kanal abgeraucht einmal zischen und dann war es das .
Der linke Tut es so wie immer der Rechte macht nichts mehr .
Gemessene Spannung an der Anode der EL84 passt mit der anderen Seite 265 V also alles gut .
Auch der wert am Ausgangs AÜ. passt . Am C2 gemessene Spannung 22V und an C4 32,8 .
auf der Linken Seite c2 2 V an C4 7 V also etwas unterschied .
Der Wiederstand mit 50 Kohm ist okay hat 47K der 150 ohm ist auch okay der R4 hat 440 K war auch nur ein 470 k drin R2 hat 540 ohm sind 570 drin
R 1 hat 460 k die ECC 82 ist okay habe sie gegen neue getauscht gleicher Fehler Links geht es rechts kein ton .
El 84 getauscht links nach Rechts und anders rum El 84 io. nun meine Vermutung das C3 0,01 yF 630 V einfach mal den Dienst quittiert hat .
Könnte das für den Fehler sprechen ? Oder bin ich falsch an die Sache mit dem Fehlersuchen heran gegangen?
Also ich weis im Moment nicht weiter kann keine Kapazität messen macht mein Multimeter nicht.
Und mit dem ICE 680 R kann ich es nicht machen da die Anleitung dafür auf italienisch ist .
Grüße Olaf


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BeitragVerfasst: Mi Nov 17, 2021 20:01 
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Hallo Olaf,
prüfe mal den R 5 auf Werterhalt

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harry

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BeitragVerfasst: Mi Nov 17, 2021 20:09 
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Moin !
Hallo Harry mache ich morgen Abend und werde dann berichten .
Denkst du das das der Übeltäter ist oder ehr der Koppel Kondensator C3.
Aber erst einmal Danke für die schnelle Antwort.
Grüße Olaf


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BeitragVerfasst: Mi Nov 17, 2021 20:17 
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Hallo Olaf
klar könnte es der C3 sein, wenn dieser aber ein neuer Folientyp (gelb) ist, dann eher weniger.
Die viel zu hohe Kathodenspannung aber könnte ein hochohmiger bzw. unterbrochener Kathodenwiderstand generieren.

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harry

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BeitragVerfasst: Do Nov 18, 2021 19:05 
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Moin Moin!
Also ich habe alle Widerstände gemessen alles im Bereich bis auf 8 Ohm +/-
Der Elko an der El84 Katode bekommt keine Spannung denke mal der wird wohl durch zu hohe Katoden Spannung den Geist auf gegeben haben .
Also der Elko Katode Ecc82 ist auf beiden Seiten 2 V . Habe Rote Wima als Koppelkondensatoren eingebaut nur kann ich C3 nicht messen .
Gibt es noch eine andere Möglichkeit diesen zu messen . Als nur mit einem Kondensator Messer.
Grüße Olaf


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BeitragVerfasst: Do Nov 18, 2021 22:05 
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Hallo Olaf,

ob der C3 noch 'dicht' ist, kannst Du auch dadurch prüfen, dass Du an der EL84 am Anschluss für Gitter 1 (PIN 2) gegen Masse die Spannung misst.
Dazu am besten die EL84 abziehen.
Am Gitter 1 darf keine Gleichspannung gegen Masse anliegen!

Wenn an der Kathode der EL84 keine Spannung gegen Masse zu messen ist, bedeutet dies, dass die Röhre keinen Anodenstrom liefert.
Also auch mal nachmessen, ob Gitter 2 (PIN 9) noch Spannung bekommt.


Viele Grüße

Martin


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BeitragVerfasst: Do Nov 18, 2021 22:26 
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Hallo Olaf,

nachdem du die EL 84 ohne Ergebnis gewechselt hast und wenn du an Pin 9 gemessen hast wie Martin geschrieben hat und Spannung anliegt dann messe mal an Pin 7 wenn keine Spannung ansteht scheint der AÜ kaputt gegangen sein

_________________
Grüße

Andy


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BeitragVerfasst: Fr Nov 19, 2021 5:22 
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Olaf422 hat geschrieben:
Moin Moin!

Gemessene Spannung an der Anode der EL84 passt mit der anderen Seite 265 V also alles gut .
Auch der wert am Ausgangs AÜ. passt . Am C2 gemessene Spannung 22V und an C4 32,8 .
auf der Linken Seite c2 2 V an C4 7 V also etwas unterschied .
Der Wiederstand mit 50 Kohm ist okay hat 47K der 150 ohm ist auch okay der R4 hat 440 K war auch nur ein 470 k drin R2 hat 540 ohm sind 570 drin
Grüße Olaf


Olaf du verwirrst uns, denn du zeigst die Schaltung mit der EC92 in der Vorstufe und hast aber für diese Funktion, eine ECC83 genommen, die aber hat 2 Trioden Systeme, hast du die beide benutzt ? Dann zeige uns auch den Schaltplan, wie von dir verwendet.

Das aber rechtfertigt nicht die zu hohe Kathodenspannung der EL84, die du am Elko C4 mit 32,8V gemessen hast. Diese Spannung ist eindeutig zu hoch. Daraufhin gab ich dir den Rat, den Kathodenwiderstand auf Werterhalt zu prüfen, dieses bestätigtest du gestern noch einmal, das der i.O. sei, schriebst aber auch, das du nun am C4 nichts messen kannst, was ja nun ein Widerspruch ist. Prüfe das also noch einmal und berichte eindeutig.
Mache dann die Messung wie Sie von Martin empfohlen wurde.

_________________
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BeitragVerfasst: Fr Nov 19, 2021 7:13 
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Hallo,

jetzt schreibt er dass er eine ECC82 verwendet hat.
Es ist schwierig einen Fehler zu finden, wenn man den Schaltplan nicht kennt.
Außerdem kann man nicht beliebig die Vorstufenröhre tauschen.
Im Schaltplan ist eine EC92 eingzeichnet. Ohne Änderungen kann man 1/2 ECC81 verwenden.
Eine ECC83 oder 82 bei den Werten einzusetzen ist nicht gut. Der Kathodenwiderstand ist vorallem bei der ECC82 viel zu klein.

Viele Grüße
Frank

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BeitragVerfasst: Fr Nov 19, 2021 8:48 
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Hallo Olaf,

Olaf422 hat geschrieben:
Moin Moin!
Am C2 gemessene Spannung 22V und an C4 32,8 .
Grüße Olaf


...das kann nicht wirklich sein: denn wenn R2=600Ohm //zu C2, würde durch die EC92 (oder welche Röhre auch immer) ein Strom von ca. 36mA fliessen. Das gehts schon deshalb nicht, weil wegen des 50k Anoden-Widerstandes selbst bei 300V Betriebsspannung, im Kurzschlussfall, nur 6mA zustande kämen.

Bei 32,8V an R5//C4 (R5=150 Ohm) würde die EL84 ca. 218mA aufnehmen, dass hält diese nicht allzu lange aus und würde dabei nahezu in Weissglut erstrahlen, sofern das Netzteil nicht vorher einbricht.

Irgendetwas stimmt mit den angegebenen Messwerten nicht...

_________________
...und glüht auch die Anode rot, ist die Röhre noch nicht tot.

Mit freundlichen Grüßen, Peter R.


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