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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Schaub Lorenz Touring Europa - DrehKo KW Welle fest

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BeitragVerfasst: Fr Mai 20, 2022 21:57 
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Registriert: Sa Mai 14, 2022 0:04
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Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Hallo,
mir ist ein Schaub Lorenz Touring Europa zugeflogen. Äußerlich und innerlich recht passabel funktioniert er sowohl auf UKW, als auch auf MW/KW/LW, soweit überprüfbar...

"Soweit überprüfbar", weil bei den AM-Wellenbereichen der Drehkondensator fest ist und sich keinen Deut rührt. Erste Versuche, den Drehko mit sanfter Gewalt zur Mitarbeit zu bewegen, sind fehlgeschlagen. Nun habe ich von oben in das Lager mit einem Ohrstäbchen Ballistol eingeträufelt in der Hoffnung auf Besserung.

Die Umschaltung zwischen den Zahnrädern für UKW und MW/KW/LW funktioniert, die Seile machen einen guten Eindruck, das Gerät scheint bisher kein schweres Leben hinter sich zu haben.

Aufgrund des guten Zustandes und der Tatsache, daß nichts fehlt, beschädigt ist usw. und auch innen nicht verrottet ist, möchte ioch das Gerät wieder "auf Vordermann" bringen und dann zu seinen Kollegen der Gattung "Grundig" gesellen, auch wenn das nicht so richtig paßt.

Wenn es gelingt, das so oder so ähnlich zu beheben, erspare ich mir außerdem das "Theater" mit den Seilen und Seilführungen, die halt derzeit nur durchrutschen.

Da ich aber nicht weiß, wie so ein DrehKo innen aufgebaut ist, ist natürlich auch eine Reparatur des derzeitigen Zustandes mehr ein "Stochern im Nebel". Mit WD40 und Kosorten wollte ich nicht gleich anrücken, falls sie für irgendwas zu scharf sind.

Falls jemand einen Weg kennt, den Defekt behoben zu bekommen, wäre ich für entsprechende Tips dankbar.

Auf den beiliegenden Bildern ist der Patient zu sehen. Der orangefarbene Pfeil auf dem dritten Bild markiert die Stelle, die ich mit Ballistol beträufelt habe in der Hoffnung, daß das Zeug nach unten läuft und irgendwelche Oxidationen "verflüssigt".

Danke fürs Lesen.

Tschüß
der Michael

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BeitragVerfasst: Fr Mai 20, 2022 22:32 
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Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Hallo Michael,

es gibt an dem Drehkondensator noch mehr Lagerstellen!

Unterhalb des Pfeils siehst Du eine rechteckige Aussparung, dort sehe ich ein (vermutlich) Messinglager.
Auch dort ein wenig Öl geben.
Durch die unterste Aussparung dürfte auch ein Lager erreichbar sein, dieses freut sich bestimmt auch über Öl.

Das Problem wird weniger Oxidation sein sondern eher verharzte Schmiermittel.
Hier ist viel Geduld gefragt, es kann mehrere Tage dauern, bis hier das Ballistol seine Wirkung entfaltet.
Für solche Stellen ist im übrigen auch Schmieröl für Modelleisenbahnen sehr gut geeignet, manchmal sogar noch besser als Ballistol.

Viele Grüße

Martin


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BeitragVerfasst: Fr Mai 20, 2022 23:50 
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Registriert: Do Nov 17, 2011 23:30
Beiträge: 660
Wohnort: Mannheim
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Wenn die Welle schon fest sitzt, braucht man sehr viel Geduld.

Schneller als Öl machen "Kriechöle" (mit geringer Oberflächenspannung) das Harz weicher.
Kriechöle, z. B. WD-40 oder Caramba, taugen dagegen kaum als Öl zum Schmieren, sie sind zu dünnflüssig und enthalten teilweise flüchtige Stoffe.

Ballistol hat für ein Öl relativ geringe Oberflächenspannung, ist also auch bedingt geeignet.
Für spätere Dauerschmierung ist es dagegen weniger geeignet.

Gute Erfahrung zum Lösen von schwergängigen Metall-Lagern machte ich mit Benzin (Terpentinersatz, Testbenzin) und mit Petroleum. Mehrmals drauf träufeln und die herausquellende braune schmierige Masse mit Löschpapier oder ähnlich saugendem Papier aufsaugen.
Trotzdem braucht man Geduld.

Zum Schluss mit harzfreiem Öl schmieren. Z. B. Modellbahnöl (das ist beispielsweise SAE 10W) oder dickflüssigeres Öl für Automotoren (z. B. SAE 15W-40). Mit der Zeit wird die Welle immer leichtgängiger.
Je dickflüssiger das Öl ist, desto schlechter kriecht es, desto länger bleibt es aber im Lagerspalt.
Keinesfalls Speiseöle verwenden!

Bernhard


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BeitragVerfasst: Sa Mai 21, 2022 16:34 
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Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
miichel hat geschrieben:
...
Falls jemand einen Weg kennt, den Defekt behoben zu bekommen, wäre ich für entsprechende Tips dankbar.
...
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Hallo Michael,
ein wenig Wärme kann Wunder bewirken. Es gibt dafür Mini-Heißluft-Pistolen, aber ich setzt immer vorsichtig die Spitze des Lötkolbens an die Achse und/oder die dicke Buchse (unterhalb des Pfeils) und versuche während der Erwärmung den Dreko vorsichtig (!) zu drehen.
Aber immer schön Abstand zu den Kunststoff-Rädern und den Seilen halten.
Wenn sich das alte Fett gelöst hat wende ich die bereits von den Kollegen beschriebenen Mittelchen ein.
Viel Erfolg.

_________________
Schöne Grüße, Bernd


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BeitragVerfasst: Sa Mai 21, 2022 17:27 
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Registriert: Do Nov 17, 2011 23:30
Beiträge: 660
Wohnort: Mannheim
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
berndw hat geschrieben:
...ein wenig Wärme kann Wunder bewirken...

Stimmt, das hat bei mit auch gut geholfen.
Danke für die Ergänzung.


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BeitragVerfasst: Sa Mai 21, 2022 21:09 
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Registriert: Sa Mai 14, 2022 0:04
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Guten Abend,

vielen Dank für die Tips. Der Antrieb des Drehkos, das ist auf den Bildern kaum erkennbar, erfolgt über ein einstufiges Getriebe. Der Eingang, die dicke Welle auf dem dritten Bild, trägt am andeeren Ende ein kleines Zahnrad und ist zweifach gelagert. Hier scheint das Problem zu liegen. Der Drehko selbst trägt ein großes zweiteiliges Zahnrad, das in das kleine der Antriebswelloe eingreift.

Mittlerweile dreht sich die Welle wieder, allerdings noch nicht völlig frei, aber immerhin so, daß man sie mit dem Senderverstellknopf über den ganzen Bereich ohne großen Kraftaufwand verstellen kann.

Ich hab heute noch ein paar Mal mit dem Ballistol weitergemacht. Das Ganze scheint jedoch so dicht zu sein, daß nichts unten herausläuft, das Öl (und was weiß ich noch...) steht also in dem kurzen Teil der Antriebswelle.

Morgen oder in den nächsten Tagen kommt noch Benzin und oder Petroleum hinzu und etwas Wärme mit der Lötkolbenspitze... Hoffentlich fackelt mir das Teil dann nicht ab. 8_)

Es scheint, daß ich mir das Zerlegen ersparen kann - einwandfrei...

Danke nochmal für die Hinweise, sie waren allesamt sehr hilfreich.

Ich rühre mich nocheinmal, wenn es, wie auch immer, weitergegangen ist.

Tschüß
der Michael


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BeitragVerfasst: Mi Jun 29, 2022 9:51 
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Registriert: Sa Mai 14, 2022 0:04
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Hallo,

nun melde ich mich nocheinmal. Das Radio versieht mittlerweile im Hobbyraum seinen Dienst ohne Probleme. Die Intensiv-Kur mit Ballistol , Wärme und Benzin hat geholfen, ohne daß ich das Gerät weiter auseinander nehmen mußte, bei den Jahrzehnte alten Kunststoffen sicherlich ein Risiko, das man nicht unbedingt eingehen muß. Es ist so in seinem ursprünglichen Zustand geblieben - mitsamt den uralten Elkos und Kos...

Ich freu' mich sehr, dieses Gerät - das fast so alt ist, wie ich - weiter in Gebrauch halten zu können.

Vielen Dank für die Tips.



Tschüß
der Michael


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