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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Schaltnetzteil aus König APM 723 Sat

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BeitragVerfasst: Fr Jun 11, 2021 23:06 
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Hallo an alle,

ich schlage mich nun seit bereits zwei Wochen mit einem Problem herum und bin langsam wirklich mit meinem Latein am Ende:

In meinem altgedienten Antennenmeßgerät APM 723 Sat der Firma König hat sich neulich der Fernsehteil verabschiedet, der auch der Darstellung der Spektraldiagramme dient.
Es stellte sich schnell heraus, daß der entsprechenden Platine die Versorgungsspannung fehlte.
Nun verhält es sich so: Das Gerät generiert aus der Netzspannung über ein erstes Netzteil eine stabilisierte Gleichspannung, mit der dann der interne Akku geladen und ein weiteres Netzteil betrieben wird, das die einzelnen Spannungen für die Baugruppen liefert.
Die diversen Kleinspannungen für die restliche Schaltung werden auch programmgemäß abgegeben, nur jene für den Fernsehteil fehlt eben.
Selbstverständlich lassen sich zu dem Gerät auch keinerlei Unterlagen mehr auftreiben und auch das Herauszeichnen eines Schaltplanes hat sich als fast unmöglich erwiesen, da die Leiterplatte zweilagig und so vollgestopft ist, daß man keine Leiterbahnen verfolgen kann.

Meine Vermutung sieht wie folgt aus: Da die Bildröhre in dem Gerät mit 12V geheizt wird und der Siebkondensator auf der Fernsehplatine mit 16V angegeben ist, nehme ich stark an, daß über die zwei relativ dicken Kabel vom Netzteil 12V kommen sollen.
Da die anderen Spannungen alle da sind, scheint mir, daß die fehlende Spannung gar nicht über das Schaltnetzteil läuft, sondern nur aus dem ersten Netzteil übernommen, geglättet und stabilisiert wird.

Leider bin ich mit so einer modernen Schaltung nur wenig vertraut und weiß, daß die Aussichten auf eine Ferndiagnose ohne Schaltbild sicher nicht gut sind. Vielleicht hat ja trotzdem jemand eine Idee.
Soweit ich mich bisher durchmessen konnte, haben alle Leiterbahnen und Spulen, die ich diesem Zweig zuordnen konnte, Durchgang und auch die Halbleiter ergeben am Komponententester plausible Testbilder. Auch die zwei Relais auf der Platine scheinen in Ordnung.

Ich hatte sogar schon überlegt, diese 12V einfach über ein separates lineargeregeltes Netzteil bereitzustellen, aber elegant ist natürlich anders.

Viele Grüße
Max

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BeitragVerfasst: Fr Jun 11, 2021 23:20 
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Nabend,

also ich hab auch schon so einige Geräte ohne Schaltplan repariert, in einigen Fällen hab ich auch aufgegeben, weil der Nutzen nicht mehr im Verhältnis zum Aufwand stand.

Du wirst nicht umhin kommen, die Leitungen mit den fehlenden Spannungen zur Quelle zurückzuverfolgen, also ein gewisses "re-engineering" muß man in solchen Fällen schon machen.

Wenn Du es schon so weit eingegrenzt hattest, daß die 12... V vermutlich aus dem Linearnetzteil kommen, ist das doch schon hoffnungsvoll ! Das müßte rel. einfach zu suchen sein ! Die Betriebsspannungen lassen sich doch rel. gut zuorden... eventuell gibts eine Schaltspannung, die erst die Betriebsspannung freigibt ?

(Ich hab glaubich mal ein komplettes Baustellenradio verschrottet, wo ich nach dem Schlachten gemerkt hab, daß die Schaltbuchse zwischen interner Batterie und externer Stromversorgung kaputt war... war aber übelster Schrott und somit kein großer Schaden.)

Wenn doch ein Schaltnetzteil die 12V für den Bildschirm speist, wirds schon schwieriger, wobei es gewisse Standardfehler gibt, die auch solche Netzteile reparabel machen ! Wenn der Leistungsschaltertransistor in Ordnung ist, könnte die Startschaltung defekt sein, oft sind Widerstände 100k...220k direkt von der Rohspannung zu einem IC... geführt, die hochohmig werden, das hatte ich gefühlte 8x bereits ! Ebenso taube Elkos im Primärteil 10...47...100µF, die das Anschwingen verhindern. Kurzschlüsse an Sekundären Dioden verhindern ebenfalls das Anschwingen, bei allen Fehlern brauchts keinen Schaltplan , etwas Erfahrung kann aber nie schaden. Wenn in einem nichtanschwingendem Schaltnetzteil ein TDA4506 ist, kann man fast Wetten für die genannten Bauteile abschließen...

Viell. findest Du ja doch noch den Plan.

Gruß Ingo


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BeitragVerfasst: Fr Jun 11, 2021 23:46 
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Hallo zusammen,

interessanter Weise habe ich gerade einen APM724 in Arbeit.
Ich bekam ihn von einem Mitglied des Nachbarforums geschenkt.
Nach Reinigung erfolte ein Testlauf: Die Displays zeigten etwas an und waren beleuchtet, der Bildschirmteil war dunkel, aus dem Lautsprecher ertönte ein rhythmisches Ploppen. Der Apparat war nur 5-10 Sekunden am Netz, dennoch stieg sogar nachdem ich die Abdeckungen dann abschraubte, noch Rauch aus dem Gehäuse.
Der Schuldige war in diesem Fall ein 100µF FRAKO-Elko auf der TV-Platine (ich glaube C15 oder C16), der einen 10Ohm Widerstand zum Glühen brachte und ein ordentliches Brandloch in die Platine grillte.

An sich sind in dem Gerät qualitativ gute Bauteile verwendet worden, aber nach ca. 30 Jahren machen die Elkos eben teilweise schlapp - besonders bei den FRAKOs habe ich das beobachtet.

Vielleicht zieht bei Deinem Gerät auch ein Elko eine Spannungsschiene herunter...

Kleiner Nachtrag:
König hatte die APM (zumindest die Älteren, bei Deinem weiß ich's nicht) von Unaohm bezogen. Der APM724 ist eigentlich ein Unaohm EP 724

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Gruß,
Daniel


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BeitragVerfasst: Sa Jun 12, 2021 6:45 
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Guten Morgen,

zunächst einmal vielen Dank für die raschen Antworten.

ELEK hat geschrieben:
Du wirst nicht umhin kommen, die Leitungen mit den fehlenden Spannungen zur Quelle zurückzuverfolgen

Soweit möglich habe ich das schon getan, daher auch mein Verdacht, daß es zwei getrennte Kreise gibt. Mehr lässt sich aber leider nicht reißen. Ich hatte die Platine sogar schon auf dem OHP liegen. Die teilweise SMD-Bestückung vereinfacht die Sache auch nicht.

ELEK hat geschrieben:
eventuell gibts eine Schaltspannung, die erst die Betriebsspannung freigibt

Ja, das ist in der Tat so. Die Platine trägt zwei Relais, von denen zumindest das eine beim Drücken der Ein-Aus-Taste auch schaltet. Man hört es klicken und danach liegen die Spannungen an. Das erste Netzteil (übrigens auch ein Schaltnetzteil) arbeitet hingegen dauerhaft sobald das Gerät eingesteckt ist, da darüber der Akku geladen wird.
Die Relais hatte ich beide schon ausgelötet und auch schon offen. Sie sind in Ordnung.
Allerdings werde ich das Gefühl nicht los, daß nur das eine von beiden anzieht. Die Frage ist nun, ob das der gesuchte Fehler ist, oder ob dieses Relais einfach eine andere Funktion hat (ich persönlich tippe auf die Spannungsumschaltung 13V/18V für das LNB, da es einen Wechselkontakt enthält). Auch das konnte ich bisher leider beim besten Willen nicht verifizieren. Die Treibertransistoren sind jedenfalls bei beiden Relais in Ordnung.

SABA78 hat geschrieben:
besonders bei den FRAKOs habe ich das beobachtet.

Davon gibt es in meinem APM "leider" keinen einzigen. Dafür zahlreiche Tantalkondensatoren, die mir auch ein wenig unsympathisch erscheinen. Der Rest der Schaltung arbeitet aber. Wenn ich eine Antenne anschließe habe ich Radioempfang und auch die anderen Funktionen scheinen ihren Dienst zu verrichten - nur ist das ohne optische Anzeige natürlich alles ein wenig witzlos, zumal es mir bei dem Gerät vor allem um den enthaltenen Spektrumanalysator geht.

Viele Grüße
Max

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BeitragVerfasst: Do Jun 17, 2021 20:23 
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So, das Problem hat sich erledigt, wenn ich auch nicht behaupten kann, dass es nach systematischer Fehlersuche ging.
Da ich mit meiner Kreativität am Ende war, begann ich einfach nacheinander die Elkos auszulöten und nochmals auf Kapazität und ESR zu prüfen.
Beim dritten Elko roch es beim Auslöten schon verdächtig und die Gummidichtung am Boden war auch schon feucht.
Die Messwerte waren allerdings unauffällig. Ich habe dann mal die Leiterplatte vom Elektrolyt befreit und einen neuen eingelötet und siehe da: 12V am Ausgang.
An der Stelle ist allerdings noch anzumerken, daß ich mit meiner Vermutung falsch lag: Auch die Spannung für die Bildröhre wird über ein eigenes Schaltnetzteil auf der gleichen Platine erzeugt.
Nach dem Zusammenbau hatte ich dann auch wieder einen funktionierenden Fensehteil.
Im vorliegenden Fall war der Übeltäter übrigens ein Roederstein...

Viele Grüße
Max

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