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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Restauration Grundig 380w

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 Betreff des Beitrags: Restauration Grundig 380w
BeitragVerfasst: Do Okt 25, 2012 18:46 
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Registriert: Mi Dez 16, 2009 13:10
Beiträge: 297
Wohnort: nahe Göppingen
Ich konnte einfach nicht widerstehen und habe vor einigen Wochen ein Grundig 380w ("Dachbodenfund") ersteigert, das jemand aus der Umgebung anbot, so dass ich es direkt abholen konnte.
Es hat mich von der ungewöhnlichen Gehäuseform her gereizt, aber auch aufgrund der Tatsache, dass es Stahlröhren hat und wohl das erste Radio war, das Grundig mit UKW gebaut hat (1950).
Es hat auch keinen separaten UKW-Tunerteil, sondern die Schwingkreise sind im Drehko gewissermaßen mit integriert und funktioniert mit der damals neu entwickelten ECF12.

Es ist das erste Röhrenradio das ich restauriere, das nicht aus Familienbesitz ist, und soll wieder ein Schmuckstück werden. Teilweise ist es auch ein Trainingsobjekt, weil ich die Familienradios zwar technisch restauriert habe, mich aber an Gehäuse-Komplettrestaurationen noch nicht wirklich herangetraut habe (sind im Wesentlichen in gutem Zustand aber natürlich haben die Lacke Risse).

Die erste Sichtung des Radios ergab:

Röhren komplett vorhanden. Laut Verkäufer hat er ein "leichtes Rauschen" beim Einschalten gehört, lässt also hoffen, dass zumindest das Netzteil, die NF-Stufe und der Lautsprecher vollständig ok sind (natürlich bis auf die Teeries) :wink:
Das Chassis ist ohne Rost und scheint bis auf den üblichen Staub in sehr gutem Zustand.
Offenbar war der Dachboden ordentlich trocken :wink:
Ich habe der Versuchung widerstanden es ohne technische Restauration einzuschalten. Die mache ich über den Winter und berichte dann hier darüber.

Das Gehäuse ist bis auf einen Furnierabplatzer an der Front in brauchbarem Zustand, hat aber natürlich ein paar Macken und war fast schwarz, das habe ich abgeschliffen und mache es gerade völlig neu. Ich möchte es einen Tick heller, so dass man die Furnierstruktur noch sehen kann.

Dazu habe ich ein paar Fragen:

Muss ich das abgebeizte und gut geschliffene Gehäuse zuerst grundieren, bevor ich es mit einer Clou-Dünnschicht Lasur farblich anpasse, oder kann man sich das schenken?
(Später soll glänzender Kunstharzlack drauf).

Zwischen dem eigentlichen Gehäuse und dem Frontteil (die lassen sich trennen, wenn man die Verleimklötze entfernt) ist eine Metall-Zierleiste kunstvoll eingenagelt, die etwas angerostet ist.
Die möchte ich wieder in Messingfarbe wie einst erstahlen lassen.
Was nimmt man da und wo bekommt man das her?

Das Lautstärkepoti (4 polig 1,3 MOhm mit 2 poligen Einschalter) hat wohl mal jemand überdreht, das scheint mechanisch hinüber zu sein. Die 6mm Achse ist etwa 10 cm lang.
Wenn ich von jemand aus dem Forum so ein Teil bekommen könnte, dann könnte ich mir eine mühselige Reparatur mit Nieten aufbohren etc. sparen.
Wer hat ein passendes Teil und würde es mir verkaufen (bitte PN)?

Das war's für heute. Bilder folgen noch...


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig 380w
BeitragVerfasst: Fr Okt 26, 2012 10:46 
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Das Teil sieht ja schick aus, bin gespannt auf die Bilder!

Beim Beizen oder Lasieren darf vorher nicht grundiert werden, sonst zieht die Flüssigkeit nicht ins Furnier ein. Wenn Grundierung, dann vor dem Lackieren und nach dem Lasieren, ist aber auch meistens nicht nötig. Du findest hier einige Beschreibungen, wenn du das Forum nach "Dünnschichtlasur" durchsuchst, vor allem Meister Schumi hat das mehrfach beschrieben.

Ist die Zierleiste denn aus Messing oder aus lackiertem Stahl? Messing kann man ja wunderbar mit Stahlwolle polieren, da bräuchte es keine Farbe. Bei lackiertem Stahl wirds schwerer, da müsste auf jeden Fall zunächst der Rost runter (geht auch mit Stahlwolle) und dann lackieren mit Goldlack aus der Sprühdose, Felgenlack zum Beispiel. Auch hier findest du einiges, wenn du nach Messingleiste im Forum suchst.

Von dem Poti wäre ein Bild nicht schlecht...

Viel Erfolg,
Gruß Tobi


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig 380w
BeitragVerfasst: Sa Okt 27, 2012 11:16 
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Abschleifen hättest du dir sparen können. Bei Radios bis in die späten 50er eventuell sogar Anfang der 60er reichts, wenn du den Lack mit Aceton einweichst und mit nem Plastikspachtel abhebst.

Wegen der Zierleiste, die sind häufig auch aus irgendeiner Kordel mit Beschichtung, so in der Art der Endstücke von Schnürsenkeln. Wenn die Leiste recht schmal ist, so in der Richtung maximal 3mm könntest du die gegen ein passendes Stück Rundmessing ersetzen. Wenn die breiter ist geht eventuell ein Stück plattgedrücktes Rohr, Flachmaterial wär zwar möglich, ist aber normalerweise scharfkantig und daher nicht unbedingt schön. Man könnte die Kanten zwar mit der Feile abrunden, das ist aber ne Sträflingsarbeit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig 380w
BeitragVerfasst: Sa Okt 27, 2012 11:44 
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grueni hat geschrieben:
Ich konnte einfach nicht widerstehen und habe vor einigen Wochen ein Grundig 380w ("Dachbodenfund") ersteigert, das jemand aus der Umgebung anbot, so dass ich es direkt abholen konnte.
Es hat mich von der ungewöhnlichen Gehäuseform her gereizt, aber auch aufgrund der Tatsache, dass es Stahlröhren hat und wohl das erste Radio war, das Grundig mit UKW gebaut hat (1950).
Es hat auch keinen separaten UKW-Tunerteil, sondern die Schwingkreise sind im Drehko gewissermaßen mit integriert und funktioniert mit der damals neu entwickelten ECF12.

Es ist das erste Röhrenradio das ich restauriere, das nicht aus Familienbesitz ist, und soll wieder ein Schmuckstück werden. Teilweise ist es auch ein Trainingsobjekt, weil ich die Familienradios zwar technisch restauriert habe, mich aber an Gehäuse-Komplettrestaurationen noch nicht wirklich herangetraut habe (sind im Wesentlichen in gutem Zustand aber natürlich haben die Lacke Risse).

Die erste Sichtung des Radios ergab:

Röhren komplett vorhanden. Laut Verkäufer hat er ein "leichtes Rauschen" beim Einschalten gehört, lässt also hoffen, dass zumindest das Netzteil, die NF-Stufe und der Lautsprecher vollständig ok sind (natürlich bis auf die Teeries) :wink:
Das Chassis ist ohne Rost und scheint bis auf den üblichen Staub in sehr gutem Zustand.
Offenbar war der Dachboden ordentlich trocken :wink:
Ich habe der Versuchung widerstanden es ohne technische Restauration einzuschalten. Die mache ich über den Winter und berichte dann hier darüber.

Das Gehäuse ist bis auf einen Furnierabplatzer an der Front in brauchbarem Zustand, hat aber natürlich ein paar Macken und war fast schwarz, das habe ich abgeschliffen und mache es gerade völlig neu. Ich möchte es einen Tick heller, so dass man die Furnierstruktur noch sehen kann.

Dazu habe ich ein paar Fragen:

Muss ich das abgebeizte und gut geschliffene Gehäuse zuerst grundieren, bevor ich es mit einer Clou-Dünnschicht Lasur farblich anpasse, oder kann man sich das schenken?
(Später soll glänzender Kunstharzlack drauf).

Zwischen dem eigentlichen Gehäuse und dem Frontteil (die lassen sich trennen, wenn man die Verleimklötze entfernt) ist eine Metall-Zierleiste kunstvoll eingenagelt, die etwas angerostet ist.
Die möchte ich wieder in Messingfarbe wie einst erstahlen lassen.
Was nimmt man da und wo bekommt man das her?

Das Lautstärkepoti (4 polig 1,3 MOhm mit 2 poligen Einschalter) hat wohl mal jemand überdreht, das scheint mechanisch hinüber zu sein. Die 6mm Achse ist etwa 10 cm lang.
Wenn ich von jemand aus dem Forum so ein Teil bekommen könnte, dann könnte ich mir eine mühselige Reparatur mit Nieten aufbohren etc. sparen.
Wer hat ein passendes Teil und würde es mir verkaufen (bitte PN)?

Das war's für heute. Bilder folgen noch...



Schau mal hier:

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Das wird dir geholfen

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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig 380w
BeitragVerfasst: Sa Nov 03, 2012 19:26 
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Registriert: Mi Dez 16, 2009 13:10
Beiträge: 297
Wohnort: nahe Göppingen
Ich war in der Zwischenzeit nicht untätig und das Gehäuse ist fertig.
Ich hoffe, dass ich es schaffe mal erste Bilder hochzuladen.
Ein zweiter Schwung kommt morgen.

Arbeitsschritte:

-Abbeizen und leichtes Schleifen mit 240er Sandpapier (war kaum nötig)
-Reparatur der Ausbruchstelle im Furnier an der Vorderseite rechts.
(glücklicherweise habe ich ein Furnierstück von einer Tür in meinem Bestand gefunden,
Nussbaum von 1969, passte ganz gut.)
-2 mal Clou Lasur Nussbaum hell (von hell nach dunkel :wink: )
-4 mal beschichten mit Clou Hartöl

"Schumis Wunderwaffe" ist wirklich klasse, mittlerweile glänzt es auch ganz gut und gleichmäßig.
Ich hatte das vorher schon bei neuen selbstgemachten Möbeln angewendet, aber nie einen solchen gleichmäßigen Glanz erreicht (auch nicht nach 4 Schichten). Das Verfahren kann ich nur empfehlen!
Ob ich es dann noch mit Autopolitur behandle muss ich mal sehen, mache ich aber erst, wenn das Radio ganz fertig ist.
Das "Innenteil" war ganz gut erhalten nur der Lack war leicht rissig, das habe ich nur leicht angeschliffen und mit Klarlack neu gemacht. Geht ist aber trotz einem Auftrag à la Ballenmattierung doch nicht ganz so gut wie das Hartöl.

Fortsetzung folgt...

Na ja, die Bilder sind in der falschen Reihenfolge, das nächste mal denke ich dran...


Dateianhänge:
Dateikommentar: Nach der zweiten Schicht Clou Lasur Nussbaum hell wirkt das Ganze schon ganz gut
lasur2.jpg
lasur2.jpg [ 151.69 KiB | 3761-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Nach der ersten Schicht Clou Lasur
lasur1.jpg
lasur1.jpg [ 120.35 KiB | 3761-mal betrachtet ]
Dateikommentar: So sah das Ganze nach dem Abbeizen und Schleifen aus
abschliff.jpg
abschliff.jpg [ 158.12 KiB | 3761-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Hier sieht man nach dem Abbeizen das Ausbessern des Furnierabplatzers
ecke_ausgebessert.jpg
ecke_ausgebessert.jpg [ 104.13 KiB | 3761-mal betrachtet ]
Dateikommentar: So sah das Radio aus, als ich es gekauft habe, einen Furnierabplatzer rechts, ein paar Schrammen im Lack, teilweise weiße Farbspritzer drauf, aber von der Substanz her gut
original.jpg
original.jpg [ 118.19 KiB | 3763-mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig 380w
BeitragVerfasst: So Nov 04, 2012 18:23 
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Registriert: Mi Dez 16, 2009 13:10
Beiträge: 297
Wohnort: nahe Göppingen
Hier kommen noch die weiteren Bilder. Leider waren die Lichtverhältnisse ein wenig schwierig heute.

Innen um den Lautsprecherausschnitt und außen zwischen Außengehäuse und Innenwand waren Metallleisten mit feinen Furnierstückchen mit XXXS Nägeln eingenagelt. Die Leiste im Lautsprecherausschnitt schien Messing, die andere Leiste war so angegriffen, dass ich zunächst dachte es wäre Blech, das angerostet ist. Beim Schleifen mit 600er Sandpapier entpuppten sich beide Leisten aber aus massivem Rundmessing von so etwa 2mm Durchmesser. Also blank geschliffen, mit Zaponlack geschützt und wieder eingebaut. Der Effekt ist schon klasse.
Die Bilder geben das nicht so gut wieder, man sieht aber schon den Glanz auf der Oberfläche nach 4 Aufträgen mit Holzöl.

Die Gehäuserestaurierung ist damit abgeschlossen. Für mein "Erstlingswerk" bin ich eigentlich sehr zufrieden.

In den nächsten Wochen geht es nun um die technische Restaurierung.
Verbaut sind die für Grundig in den frühen 50er Jahren typischen Teerkondensatoren in den braunen Pertinaxhülsen. Das ist eben Arbeit die neu zu Befüllen und zu tarnen, aber nicht sehr schwierig.
Etwas Gedanken macht mir noch das defekte Lautstärkepoti mit dem Einschalter.


Dateianhänge:
Dateikommentar: Hier sieht man schön die Messingleisten.
Den Furnierabplatzer kann man nicht mehr erkennen.

fertig1.jpg
fertig1.jpg [ 175.15 KiB | 3728-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Auf dem Bild sieht man die aufwändige Schreinerarbeit. Die Front ist mit Halteklötzen in das Außengehäuse eingeleimt. Man sieht auch, wie viel Wert auf Details wie die Messingleisten gelegt wurde und wie sie befestigt sind.
innen_detail.jpg
innen_detail.jpg [ 130.04 KiB | 3729-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Das Gehäuse, so wie es jetzt fertig dasteht
fertig2.jpg
fertig2.jpg [ 119.04 KiB | 3731-mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig 380w
BeitragVerfasst: So Nov 04, 2012 19:15 
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Beiträge: 1858
Wohnort: Oberhausen
Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hi,

ich habe den Gleichen - nur als GW-Ausführung. Das war mein 2. Gerät - gekauft 1986 für 10 DM inkl. Saba UKW-S.
Das Gerät ist allerdings noch im Orginalzustand. Damals lief es noch - allerdings würde ich das jetzt nicht ohne weiteres testen.

Schöne Fotos hast du da gemacht :super:

Wie hast du denn die Frontblende entlackt (Ich meine da, wo der Lautsprecher drin ist) ? Da sind ein paar nette Rundungen drin, die ein Abschleifen schwer machen.

Gruß
Oliver

_________________
Nette Grüsse aus dem Ruhrgebiet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig 380w
BeitragVerfasst: Mo Nov 05, 2012 18:06 
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Registriert: Mi Dez 16, 2009 13:10
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olli0371 hat geschrieben:
Wie hast du denn die Frontblende entlackt (Ich meine da, wo der Lautsprecher drin ist) ? Da sind ein paar nette Rundungen drin, die ein Abschleifen schwer machen.
Gruß
Oliver


Also der Lack der Frontblende hatte nur ganz leichte Risse und war eigentlich gut erhalten. Ich habe mich daher entschlossen das gar nicht groß zu entlacken, sondern nur anzuschleifen und mit Kunstharz-Klarlack glänzend überzulackieren. Beim Außengehäuse schien das nicht sinnvoll, das war fast schwarz und hatte einige Macken und den Abplatzer im Furnier. Ich wolle es gleichmäßig und einen Tick heller, so dass man das Furnierspiel noch sieht.

Die Rundungen der Frontblende sind nicht unbedingt das Problem. Ich habe sie rausgemacht, indem ich die vier Halteklötze an den Seiten entfernt habe, dann kommt man besser dran und kann das Teil einfach waagrecht auf den Tisch legen. Die Rundungen muss man dann aber schon von Hand schleifen, mit Maschine geht das nicht wirklich. Auf diese Art konnte ich aber auch die umlaufende Messingleiste zwischen Frontblende und Gehäuse entfernen um sie zu machen. Das empfiehlt sich auch, denn Zaponlack enthält auch Nitro und das löst - vor allem in den Rundungen - evtl die Oberflächenbehandlung wieder ab.


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig 380w
BeitragVerfasst: Mo Nov 05, 2012 18:26 
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Beiträge: 501
Naja, nicht ganz, Zaponlack enthält nicht nur, der ist praktisch reiner Nitrolack. Ich bevorzuge das Zeug, weils einfach innerhalb Minuten trocken ist. Dazu glänzts wie ein Spiegel, die entsprechende Grundfläche natürlich vorausgesetzt. Leider mag er aber keine Temperaturen unter 21°.


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig 380w
BeitragVerfasst: So Dez 02, 2012 18:27 
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Ein kleines Stück bin ich wieder mit meinem Projekt weiter gekommen....

In dem Radio war das Lautstärkepoti und der Einschalter hinüber (drehte durch).
Möglicherweise war das der Grund, warum man es ausgemustert hat. Ich wollte das Poti ausbauen und entweder überholen oder ersetzen.
Die Sechskant-Befestigungsmutter war etwas angerostet, ich habe sie zuerst mit WD40 etwas eingesprüht, um sie besser lösen zu können. Dennoch "zerfiel" mir das Poti beim Versuch die Mutter zu lösen (Zinkdruckguss des Poti-Gehäuses und sehr dünn).
Als Warnung, falls jemand auch mal so etwas machen möchte: ich hätte besser den Befestigungswinkel und die Mutter dran gelassen. :cry:

Inzwischen habe ich bei iBäh ausgeschlachtete Potis erstanden und ich hatte Glück - eines passte exakt, wenn auch nicht das, auf welches ich "gesetzt" hatte.
Laut Multimeter scheint es auch technisch noch in Ordnung zu sein, ebenso der zweipolige Schalter daran. :D
Nun kann ich nach und nach die Kondensatorkur machen.

Ich berichte weiter......

Das Skalenglas hat in den Randbereichen über die Jahre etwas gelitten. Falls jemand ein noch gutes aus einem Schlachtgerät hat, wäre ich interessiert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig 380w
BeitragVerfasst: Mo Dez 03, 2012 12:58 
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Beiträge: 2233
So einen habe ich auch noch hier stehen. Werde ich auch irgendwann mal machen. Letzte Woche habe ich einen 4010 gemacht. Das ist vom Klang her wohl eine ganz andere Kategorie.

_________________
- Ja, der Heesters, das hat er nun davon, von seiner Raucherei... -


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig 380w
BeitragVerfasst: Mo Dez 03, 2012 17:08 
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Erik hat geschrieben:
Letzte Woche habe ich einen 4010 gemacht. Das ist vom Klang her wohl eine ganz andere Kategorie.

Ich bin klanglich auf den 380W gespannt. Empfangsmäßig darf man da sicher keine Wunder erwarten, er hat eigentlich eine ZF-Stufe zu wenig.
Klar, der 4010 ist eine andere Klasse. Ich habe auch den "großen Bruder" dazu, den 5010, der ist wirklich mein Lieblingsradio. Die 2 mal EL12 und der großer Lautsprecher machen schon einen super Klang, da kann der 380w sicher nicht mit.
Dennoch finde ich ihn ein interessantes Gerät.


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig 380w
BeitragVerfasst: Di Dez 25, 2012 18:17 
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Es geht voran....
Inzwischen bin ich bei der großen Kondikur und habe die Teeries weitgehend ausgebaut, ausgeschmolzen und neu befüllt. Damals (Gerät wurde wohl Anfang 1951 gebaut, neueste Teeries trugen die Marke 02 51 - also 2. Woche 1951) wurden ziemlich chaotisch Kondensatoren der unterschiedlichsten Hersteller verwendet. Natürlich ERO aber auch FRAKO, Electrica und F&G Neptun.
Häufig waren die Röhrchen so schmal, dass ich die Kondis von Volker Friedrich gar nicht reinbrachte und auf andere zurückgreifen musste, zum Glück hat mein örtlicher Elektronikhändler so etwas auch. Ob dann so ein Kondensator 30 Cent oder 70 Cent kostet, ist ziemlich irrelevant, Hauptsache er hat die richtigen Werte und passt rein.

Zwei Stellen machen mir noch Kopfzerbrechen (in den Bildern mit 1 und 2 bezeichnet).

Bei der Vorstufenröhre ECH11 - also Hexodenteil - wurde vor Gitter 1 ein Teerie 500 pF verbaut, obwohl man an anderen sensiblen Stellen hier auf Styroflex gleicher Spannung zurückgegriffen hat.
Wären die nicht besser, gerade an dieser wegen der Empfindlichkeit sensiblen Stelle?

Der Ableitwiderstand von 30 kOhm beim G1 dieser Röhre (Oszillatorteil) ist laut Schaltplan mit einem 50pF Styroflex parallel gebrückt. De facto eingebaut ist aber ein 25 nF Teerie. Das sieht sehr original aus, das hat bestimmt niemand verändert. Die Werte weichen doch sehr voneinander ab.
Hat jemand eine Erklärung dafür? (vgl. Foto 2 und Schaltplanausschnitt).

Nach Neujahr werde ich dann mal noch die Elkos formieren und dann die Kiste langsam hochfahren.
Bin mal gespannt, was sich dann ergibt...
Ich berichte weiter...


Dateianhänge:
Dateikommentar: Ausschnitt aus dem Schaltplan zum Gerät. Es geht um die mit 1 und 2 bezeichneten Kondensatoren
kondikur3.jpg
kondikur3.jpg [ 58.87 KiB | 3357-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Ausschnitt des Bereichs um die ECH11. Hier sind die zwei Kondis markiert, die mir Kopfzerbrechen machen. In der Mitte rechts der etwas ungewöhnliche UKW Teil.
kondikur2.jpg
kondikur2.jpg [ 124.16 KiB | 3357-mal betrachtet ]
Dateikommentar: Hier der NF-Bereich, dass die Kondis alle "neu" sind, kann man nicht sehen, wurden in die alten Röhrchen eingebaut und mit schwarzem Heißkleber versiegelt. An einer Stelle fehlt noch einer. Ich klemme da immer kleine Teststrippen an die Lötpunkte, damit ich später noch weiß, wo der Kondi hinkommt.
kondikur1.jpg
kondikur1.jpg [ 167.36 KiB | 3357-mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig 380w
BeitragVerfasst: Di Dez 25, 2012 19:01 
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Beiträge: 5926
Ich habe jetzt nicht den Plan vom 380W (was mich stark wundert) aber ich habe mir mal mit dem vom 38W (Ansbach) ausgeholfen. Der sollte an der Stelle auch passen.

Der angesprochene Kondensator 50pf ist in der Tat auch bei mir 50pF. Ein 25nF an der Stelle sollte zu einem toten Oszillator für AM führen.
Da war eventuell doch schon mal jemand dran denke ich. (obwohl es wirklich original aussieht)
Warum der Koppel-C hier 500pF Teer ist kann eventuell Johann (Radiowerkstatt) von allen hier versammelten am besten beantworten. So er neu ist sehe ich keine Probleme, aus heutiger Sicht allerdings...?

Das soweit meine Gedanken dazu.

paulchen


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 Betreff des Beitrags: Re: Restauration Grundig 380w
BeitragVerfasst: Di Dez 25, 2012 23:03 
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Registriert: Mi Dez 16, 2009 13:10
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paulchen hat geschrieben:
Der angesprochene Kondensator 50pf ist in der Tat auch bei mir 50pF. Ein 25nF an der Stelle sollte zu einem toten Oszillator für AM führen.
Da war eventuell doch schon mal jemand dran denke ich. (obwohl es wirklich original aussieht)


Hallo Paulchen, danke für die Antwort, so sehe ich das auch.

Irgendwie ist das seltsam mit dem Kondensator "2". Ein 30kOhm, 1W Widerstand wurde sehr sorgfältig um die Anschlüsse dieses Kondis gewickelt und verlötet, das sieht sehr original und professionell aus. Ich verlöte so etwas eher einmal herumgeschlungen oder stumpf. Diese Parallelschaltung spricht für den "Pack" der zum G2 (Hexode) bzw. G1 des Triodensystems führt. Am anderen Ende geht diese Parallelschaltung aber zum Schirmblech zwischen den Röhren, also nach Masse, das passt auch nicht, denn das sollte ja, wenn ich den Schaltplan richtig verstehe, die Regelspannung von der EBF15 her zuführen.

Der Pack geht an das "3er Ensemble" der Röhrenfassung ECH11: am gegenüberliegenden Ende ist Masse, dies muss also die Katode sein. Die Mitte geht zu dem Kondensator 1 und dem Schaltaggregat, das ist sicher G1 Hexode. Also bleibt dann für das andere Ende, an dem diese Parallelschaltung angelötet ist, nur noch G2.
(Bin nicht so fit im spiegelverkehrten Lesen der Pinbelegung der Röhren).

Einen 25 nF Kondensator nach Masse gibt es in dem Bereich beim G3 der ECH11, allerdings liegt der nicht _parallel_ zu einem 30 K Widerstand. (Im Schaltbild oben eher beim UKW Teil), sondern sollte von einem 50 kOhm Widerstand abgehen.

Ich muss mir den ganzen Teil wohl noch mal genauer ansehen und mit dem Schaltplan vergleichen.
Vielleicht hat da ja wirklich schon jemand herumgewerkelt und ich muss das wirklich schaltplankonform überprüfen und umverdrahten.
Dafür spricht auch, dass jemand handschriftlich auf einen der Siebkondis das Wort "Schalter" draufgeschrieben hat und der Netzschalter war definitiv hinüber. Vielleicht hat derjenige das auch vermurkst.

Ich denke ich werde es schon finden und das Forum ist ja auch sehr hilfreich :wink:
Sonst passt das schon alles zum Schaltplan, soweit ich das beim Wechseln der Kondis nachvollziehen konnte.


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