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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Restauration Lorenz Konzertmeister GW -->Läuft!!

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BeitragVerfasst: Di Feb 12, 2008 22:24 
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Zur Vorgeschichte: Diesen Beitrag habe ich im Forum Radiomuseum Bocket verfasst. Leider wurde das alte Forum geschlossen und dieser Betrag verschwand in der Tiefe des Archivs. Ich habe dann mal den Beitrag neu verfasst und hier gepostet..falls es ok sein sollte:

Es handelt sich um einen Lorenz Konzertmeister GW von 1935. Nun erst traute ich mich nicht daran diesen zu Reparieren. Im nach hinein habe ich es dann doch gemacht. Eine gute Enscheidung fand ich, wobei ich im moment nicht mehr mache (Zeitmangel) aber bald kommt das Frühjahr und dann gehts weiter. :P

Orginal Beiträge:

So heute habe ich mich getraut das chassis aus dem Gehäuse zu bauen, wobei ich das lieber drin lassen hätte sollte. Warum? das erfahrt ich gleich.

Nach langer fummelei hatte ich die Knöpfe ab und konnt von unten die 4 M4 sammt Unterselgscheiben lösen. Dann noch den Lautsprecher abgelötet.

Das Chassis war raus.

Auf dem 2ten Bild sieht man die Spulentöpfe mit abgenommenen Bechern.

Bild

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BeitragVerfasst: Di Feb 12, 2008 22:28 
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sah alles bis dahin auch gut aus. der elko wurde schon mal getauscht. man sieht noch sehr gut den abdruck vom 2ten elko der im 2ten Loch mal eingebaut war. Wenn man sich das Detailbild ansieht weis man warum die ausgetauscht wurden. Deutlich sind rostspuren sichtbar. Ich vermute mal das es sich um "Nasse Kondensatoren" gehandelt hat, also um welche mir flüssigen elektrolyt. Bei dem Austausch Elko ist das Elektrolyt ja in papier o.ä. gebunden.

Auch die sicherungen wurden mal getauscht. vermute mal das es den typ nicht mehr gab. die alten halterungen sind ähnlich aufgebaut wie alte kzf rundsicherungen. man hat die kontaktfeder mit je einem loch versehen wo dann die sicherung eingespant wird. doch es wurde ein "moderner" sockel draudgelötet, dies stört mich nicht da man es wieder ablöten kann.


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BeitragVerfasst: Di Feb 12, 2008 22:31 
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so weiter gehts.

die skala ist mit 2 sofitten beleuchtet und macht auch einen guten eindruck genau wie die wellen der schalter und potis.

so nun hatte das chassie mal auf seitenlage gebracht und die bodenplatte aus blech und kupferfolie abgeschraubt.
:shock: saubere verlegung der kabel *lol* auf den ersten blick sieht es gut aus.

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BeitragVerfasst: Di Feb 12, 2008 22:34 
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Mir sind nach einigen anschauen doch die eine oder andere sache aufgefallen die mir nicht so gefällt.

Als ich mir die verkabelung unter dem elko ansah kam 2 sachen zum vorschein. erstmal das alter. er wurde am 19.11.1935 gebaut, älter als ich dachte (siehe bild). Tja und zum anderen hat damals das ausgelaufene elektrolyt den übertrager angegriffen, ich vermute er funktioniert aber noch ohne probleme. desweiteren sieht man im 1ten bild rechts eine kontaktleiste die rumhängt. darauf ist nur ein lötpunkt gebraucht worde, ich werde mal nachsehen wo die verschraubt war.

weitere bilder vom chassie im nächsten post.

Bild

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BeitragVerfasst: Di Feb 12, 2008 22:37 
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tja und auf dem nächsten bild seht ihr einen aufgeplatzten blockkondensator. der elko rechts ist auch hin. alle anderen lilafarbenen kondensatoren sind zu meinen erstaunen noch alle optisch ok. der teer ist noch schönt glatt und fest und nich rissig.

also ich meine ich hätte den kasten zu lassen sollen.... :P aber jetzt soll er erst recht wieder fertig werden, zumindest was die bauteile angeht.

To do Liste:

1. Anschlusskabel wieder aus Baumwollen anbringen (fertig)
2. Lautsprecher ÜA richten (Perinaxleiste anbringen und Lötöse am ÜA) (fertig)
3. Reinigen des Chassie
4. Blockkondensator öffnen und neues Innenleben rein und verschliessen (fertig)
5. Elko aus der rolle entfernen und neues innenleben rein (fertig)
6. Lötöeiste wieder anbringen (fertig)
7. Schalter und Wellen reinigen (fertig)
8. Hoffen das alles OK ist und Test. Darauf freue ich mich am meisten :lol:

UPDATE: ALLES WIEDER OK, GERÄT SPIELT WIEDER!!!!

so nun eure meinungen, kommentare und lösungsvorschläge.

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BeitragVerfasst: Di Feb 12, 2008 22:42 
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so nun habt ihr mich soweit bin angefangen das teil zu restaurieren.

also erstmal optischen check durchgeführt. aha also elko mit 8µF ist inkontinent :P kondensatorblock ist geplatzt und die eingeweide schauen mir frech entgegen.

also das erste bilder zeigt die sauerei.

ich habe erstmal ein foto gemacht um später wenn ich ihn wieder einbau auch weis wo die kabel hinsollen.

so alle kabel ab und den 8µF Elko ausgebaut. danach den block entfernt (2 Diagonale schrauben).

Das nächste Foto zeigt den Block im Detail. Wie man erkennt ist er aufgeplatzt und das Stabile gehäuse ist an den nähten aufgerissen.

Also erstmal die blechlaschen der Kontaktplatte vorsichtig hochgebogen und die platte in diesem fall mit sanfter gewalt von dem rest getrennt und die anschlussdrähte abgezwickt.

Nun habe ich das alte innenleben mit einer sehr großenschraube rausgezogen (wie ein korkenzieher). Man sieht auf dem nächsten Bild das alte innenleben das auf folgenden Kapazitäten bestand: 1µF, 0,5µF, 0.1µF.

In dem nächsten bild ist ein ein kondensator zu sehen der höchstwarscheinlich die 0.1µF ersetzen sollte (Scheinbar war dieser defekt).

So also die innereien waren jetzt ja raus und ich habe mit MKP Kondensatoren die werte nachgebaut. Genommen sind 1000V Typen. Ich benutze 2 x 0,47 = soll den 1µF entsprechen, 1x 0,47µF und einmal 0,1µF. das ganze musste so verlötet werden das die masse komplett aller kondensatoren auf einen pin läuft.

In dem nächsten bild seht ihr das shema was aufgedruckt ist und die dazughörigen ersätze.

Das Gehäuse habe ich wieder zurechtgebogen und neu verlötet, was auch sehr gut funktionierte. Alles wieder rein und die Laschen wieder umgebogen. Wie neu!

So den Block wieder eingebaut und gefreut. ;)

Jetzt sollte der Alte elko dran glauben. Normalerweise ist der Teer steinhart und brüchig also man sollte jetzt nicht versuchen den kram da raus zu pulen!!!. Das Splittert nur widerlich und macht eine menge dreck.

Man kann die teile in dem backofen bei 50 Grad packen und des hausfriedens willen eine alufolie drunterpacken. nach einer viertel stunde die teile raus und der teer ist weich.

Ich mache das so: Ich besitzt eine alte Ersa Lötstation diese nutze ich ja immer und in dem Lötkolbenständer ist ein Gitter angebracht damit nichts auf den Heißen Kolben fallen kann. Naja ich habe den Kondensator darauf gepackt und bei diversen lötungen drauf gelassen. Nach einer halbe stunde roch es wie bei einer straßenteerung. ich nahm den kondensator und mittels eines schlitz schraubendrehers pullte ich die weichen teerenden raus. Jetzt sah ich auf beiden seiten auf eine Pertinax scheibe. ich nach einen kleinen schraubendreher und piekste in die löche wo die drähte mal waren (Hatte die voher schon raugerissen). Als die Platten raus waren konnte man den Wickel erkennen. Diesen habe ich dann mittel Schraube rausgezogen, leider war er etwas biestig und kam dann halb abgewickelt raus. Das ganze erinnerte mich an diese Paral fliegenbänder die man ja auch aus so einer runden dose zieht. Das ganze sieht man auf dem nächsten bild.

Nun schnappte ich mir einen Elko mit 350V und 10µF und bog die ende zum elko hin. dann habe ich die alten anschlussdrähte wieder angelötet. Diese Pertinaxscheiben wieder drauf gepackt. Siehe nächstes Bild.

Naja dann den elko in das alte gehäuse polungsrichtig laut aufdruck eingesetzt. Den Teer habe ich wiederverwendet. Ich habe es so gemacht: Die Ringe aus teer in die enden des gehäuses gesteckt und fest reingedrückt. Dann meine Heisluftlötstation an uns wie mit einem Stift den Teer flüssig gemacht und in alle richtungen laufen lassen. zum schluss habe ich das ganze mit einer feurzeugflamme warm gemacht um die oberfläche einigermaßen glatt und glänzend zu bekommen. ich denke es ist für den ersten kondensator ganz gut gelungen. Siehe nächstes Bild.

Das ganze wieder eingebaut und mir stolz den ersten zwischenstand angeschaut.

Ich hatte ja im vorheringen post davon gesprochen das die elkos getauscht worde waren. einen neuen elko konnte ich ja ausmachen. den anderen haben die untern dem chassi montiert und zwar an der vorderseite einen nasselko aus den adolf zeiten. naja der bleibt drin da ja auch 2 löcher im chassie sind. außerdem kann man überhalb rechts von dem block kondensator einen kleinen schraubelko erkennen. wenn ich rausfinde wofür dieser drin ist und was er ersetzt werde ich ihn rauswerfen.

ich hoffe euch gefällt es. Anregungen, kritik und Lob erwünscht.

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hier der block offen, man kann gut die 3 wickel erkennen. Das nächste bild zeigt die ersatzkapazität von 0,1µF von 1945.

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BeitragVerfasst: Di Feb 12, 2008 22:50 
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das erst bild zeigt die ersatzwerte. Das nächste bild zeigt den fertigen Block mit neu verlöteten gehäuse.


Bild

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das erst bild zeigt den defekten elko und sein neuen ersatz.
das letzte zeigt den wickel aus dem alten gehäuse.


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o nun der alte/neue kondensator im fertigen zustand (der andere draht ist grad verdeckt).

hier sieht man bereits beide teile wieder verbaut *Stolz sei* :P

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hier das innenleben des 8µF Elkos...sieht doch aus wie ein fliegenfänger oder?

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Zuletzt geändert von Fernmelder am Fr Mai 24, 2013 7:28, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Di Feb 12, 2008 22:58 
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So nach eingen Monaten des nix tuns (Sterbefall meines Vaters) möchte ich mit der bereits begonnenen Restauration des Apparates fortfahren. Heute habe ich mir ein kleines Etappenziel gesetzt: Ich möchte den Lautsprecher wieder soweit in Ordnung bringen das er stabil ist und nicht wie jetzt beim kleinsten fehler der AÜ stirbt.

Bringen wir das ganze mal zu einem Bild:

Bild

Es fehlt eine Pertinaxplatte mit Kontakten sowie eine Kontaktlasche des AÜ´s.


Werkzeug sollte man haben. Materialien: Ein Stück Pertinax und ein bissel Messing + 2 Kontaktlaschen und ein bissel Silberdraht.

Zuerst habe ich mir ein Stück Messing soweit zurecht geschnitten das in etwas dem Original entspricht. Dabei wird es von beiden Seiten mit einer Lasche gehalten die ich auch nachbaute. Das ganze dann eingebaut und mit etwas Sekundenkleber zusätlich gegen ablösen gesichert.

Das ganze könnt ihr hier sehen:

Bild

Tja und zum Schluß habe ich mir das Stück Pertinax zurecht gesägt und mit Löchern versehen. Die Kontaktlaschen habe ich aus einer Kontaktleiste ausgebaut (Sind nur eingeclipst). Die Laschen habe ich dann so eingesetzt und gebogen das sie nicht mehr rausfallen können. Die alten Nieten habe ich erstmal wieder grade gehauen und die Platte draufgesetzt (Dabei wieder mal verklebt). Die Nieten bestehen aus Messing und waren gut Lötbar, also das ganze Verzinnt und 5 x 5mm kleine Messingquadrahte drübergelötet als Halterung, da man die Nieten nicht mehr weit genug spreizem konnte um guten Halt zu haben. Tja als letztes habe ich dann noch den Silberdraht vom AÜ zur Pertinaxplatte gezogen und den Anschluß der Wicklung wieder angelötet. Falls ihr Probleme habt Kupferlackdraht oder mit Baumwolle gewebte Leitungen zu Löten dann habe ich einen guten Tipp dazu: Einfach wenns machbar ist ganz vorsichtig mit dem Feuerzeug anbrennen und dann kann man normalerweise das Zeugs sehr gut Löten.

Hier die beweise :P

Bild

Und hier das ganze Teil:

Bild

Meine Messungen ergaben: Schwingspule 6,5 Ohm, und AÜ der hatte 250 Ohm also ok. :wink:

so das wars erstmal bald gehts weiter. :lol:

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BeitragVerfasst: Mi Feb 13, 2008 13:24 
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Hallo Fermelder,
ich habe mit großem Interesse Deine Restauration des Konzertmeisters gelesen. Wenn Dich nichts von Deinem Projekt abhält, wird wohl bald der eine oder andere Ton aus dem Lautsprecher herauskommen.
Ich selber restauriere gerade einen Nordmende Elektra 58 für jemanden.
Das übliche Spiel : Kondensatoren erneuern, Tastensatz reinigen, defekte ECH81 wechseln, die Leuchtkraft des magischen Auges verbessern usw.
Wenn das Gerät fertig ist, wartet schon ein Grundig Radio von 1958
und eine Überprüfung meines Röhrenprüfgerätes PRG 4/3

Grüße

Klaus-Peter


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BeitragVerfasst: Mi Feb 13, 2008 15:54 
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Hallo Klaus-Peter,

erstmal Willkommen im Forum :D

ich hoffe das ich bald wieder Zeit finde daran weiter zu arbeiten. Die Röhren habe ich bereits geprüft und laut meinem ehemaligen Neuberger RPG OK.

Vorerst muss aber der Trenntrafo richtig laufen. Es handelt sich dabei um einen Bausatz der aber net so will (Ich hasse Digitaltechnik) vor allem wenn da nen Bauteil dabei ist was nur von ELV zu beziehen ist :shock:

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BeitragVerfasst: Mi Feb 13, 2008 17:09 
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Hallo Fernmelder,

zu den Restaurierungsarbeiten fehlen mir die Worte. Einfach Klasse !!! :D

Es kommt leider nicht so oft vor, daß sich jemand so viel Mühe macht um den Originalzustand so weit wie möglich zu erhalten. Und sei es manchmal auch nur optisch. Viele Leute gehen her und knallen da einfach moderne Bauteile rein, - hauptsache das Gerät läuft wieder.

Zu Deinem Trenntrafo: Sorry, - aber sowas käme mir nicht ins Haus.

Ich habe 2, d.h. eigentlich 3 Trenntrafos. Einen habe ich selbst in ein Gehäuse eingebaut. Der hat nur Ein- und Ausgang. Keine Instrumente. Wozu auch? Der soll im Bedarfsfall nur "trennen", sonst nichts. Belastbar mit max. 500VA.
Der andere hat in seinem Gehäuse 2 Transformatoren. Einer ist 1:1 mit 250VA. Der zweite Trafo ist ein Ringkern-Stelltrafo mit 850VA. Stufenlos einstellbar von 0 - 260V in 2 Bereichen. Sowas ist mir lieber als 10er Schritte. Hier ist dann ein Volt- und ein Ampèremeter eingebaut. Analoge Zeigerinstrumente natürlich. Bei einem solchen Trafo, ohne jeglichen Digital-Schnick-Schnack, kann man wenigstens sicher sein eine völlig unverfälschte Sinusspannung am Ausgang zu erhalten.

Gruß

Rocco11


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BeitragVerfasst: Mi Feb 13, 2008 17:20 
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Moin Rocco11,

da gebe ich dir recht. rein trenntrafo dieser art wirds auch nit mehr geben. Wenn das teil läuft dann gut, sonst gehts weg und mein alter wird wieder belebt. Mal schauen was da nun wirklich defekt ist an dem teil...

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BeitragVerfasst: Mi Feb 13, 2008 19:52 
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Hi Fernmelder,

ich habe mal nach jenem ELV-Bauteil geforscht.

Zitat:
...vor allem wenn da nen Bauteil dabei ist was nur von ELV zu beziehen ist.


Bei diesem "ELV9354" handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um ein PAL oder ein GAL. Diese Bausteine werden vom Anwender, - in diesem Fall von ELV -, programmiert. Heißt also, daß dieser Baustein gar nicht im freien Handel vorkommen kann. Erhältlich wäre allenfalls ein unprogrammierter Rohbaustein.
Diese Programmierung läßt sich ELV sehr, sehr teuer bezahlen. Denn der unprogrammierte Chip würde nur ganz wenige Euro kosten.

Gruß

Rocco11


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BeitragVerfasst: Mi Feb 13, 2008 22:35 
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Hallo Rocco11,

ja das wird auf jeden fall ein pal/gal baustein sein. Leider scheint bei diesen ein ausgang defekt zu sein. Das programm ist recht simpel.es kommt ein 5bit datenbus an und 5 bit gehen auch wieder raus. wobei der eingang nur 2 zähler sind die durch die tip tasten gesteuert werden. Ich muss mal zugeben das mein Digitaltechnik wissenstand leider nicht mehr ganz so gut ist, arbeite ja nur noch "analog" mit Röhren :lol: gibts da jemanden der mir da ein wenig helfen kann damit dieses teil endlich wieder funzt. Hat jemand die möglichkeit den baustein auszulesen? und einen neuen zu programmieren? weil 40€ für ein so kleines bauteil sehe ich nicht ein :roll:

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BeitragVerfasst: Do Feb 14, 2008 1:13 
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Hi Fernmelder,

das wird wohl nicht so einfach sein.

1.) Man müßte zunächst mal wissen, wie die Type des Bausteins genau heißt. 20-polige GALs gibt es in mehreren Ausführungen.

2.) Der GAL ist vermutlich geschützt. Das heißt, er läßt sich nicht ohne weiteres auslesen. Wäre er ungeschützt, dann könnte ELV nicht so einen horrenden Preis verlangen. Denn dann käme man ja relativ leicht ran. Einen geschützten GAL zu knacken ist aber eine Sisyphusarbeit. Und verboten sowieso. :wink:

3.) Wenn der GAL in Deinem Fall nicht mehr korrekt funktioniert, - ich gehe mal davon aus, daß Deine Diagnose stimmt -, dann würden beim Auslesen so oder so falsche Ergebnisse herauskommen.

4.) Der GAL hat in der Schaltung 8 Ausgänge, - nicht 5.

5.) Ersuche ELV um Kulanz. Wenn Du den beschädigten GAL als Beweis einschickst, bekommst Du vielleicht für wenig Geld Ersatz. Oder gar umsonst. Kommt auch darauf an unter welchen Umständen der GAL die Grätsche gemacht hat.

Gruß

Rocco11


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