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Dampfradioforum • Thema anzeigen - Selengleichrichter besser immer ersetzen?

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BeitragVerfasst: Mo Apr 16, 2012 13:00 
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Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo,

Beim Restaurieren eines Schaub-Lorenz Rialto 350 bin ich u.a. jetzt über den Selen-Brückengleichrichter gestolpert, Bezeichnung SSF B250 C75. Soweit ich weiß sind Selengleichrichter mit Vorsicht zu genießen da die Diodenflußspannung mit den Jahren ansteigt und sie dann irgendwann thermisch ableben. Macht es von daher Sinn das Teil zusammen mit den ganzen fragwürdigen Kondensatoren generell zu ersetzen?

Danke & schöne Grüße
Ralf


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BeitragVerfasst: Mo Apr 16, 2012 13:34 
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Kenntnisstand: Spezialkentnnisse im Bereich Röhrenradios (Beruf)
Hallo

Sinn , den Selengleichrichter zu wechseln macht nur , wenn z.B. die Betriebsspannung am Lade_Elko deutlich unter dieser liegt . Auch wenn man optisch etwas erkennt, z.B. durch Hitze Verformungen sichtbar sind , sollte man wechseln.

MfG. Didi


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BeitragVerfasst: Mo Apr 16, 2012 14:00 
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Registriert: Sa Apr 11, 2009 6:59
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Hi,

einfach messen was da rauskommt.... ich hatte mal gehört das man die Eingangsspannung vom Gleichrichter mal 1,3 rechnen soll
da sollte dann der Wert rauskommen was normalerweise aus dem Ausgang des Gleichrichters kommen soll .
Für eigene Geräte wechsele ich den Gleichrichter meistens...hatteschon viele Probleme mit den Runden schwarzen AEG Kaminen...

Gruss
Martin


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BeitragVerfasst: Mo Apr 16, 2012 16:42 
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Rhombur hat geschrieben:
Macht es von daher Sinn das Teil zusammen mit den ganzen fragwürdigen Kondensatoren generell zu ersetzen?


Also ich habe bisher nur zwei oder drei mal einen Gleichrichter wechseln müssen. Und ja, ich habe schon mehr als drei Radios repariert. :-) Insgesamt vier! (Nee, das war ein Gag!) :mrgreen:

Ich messe, wie schon hier geschrieben, was hinten raus kommt und achte auf die Temperatur. Wenn Du ihn nach einer halben Stunde Betrieb nicht mehr ohne "Autsch" anfassen kannst ist es ein Wechselkandidat, ansonsten darf er bei mir noch nicht in Rente. Schließlich soll ich ja auch bis 67 arbeiten. :-)

Gruß aus Kleinostheim... Hotte

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Die Adresse findet man hier: http://www.hottes-radios.de/Impressum/impressum.htm


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BeitragVerfasst: Mo Apr 16, 2012 22:15 
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Danke für die Hinweise. Habe nach dem ersten Teil der Kondensator- und Elkoerneuerung das Gerät eine Weile spielen lassen. Nach einer halben Stunde läßt sich der Kollege problemlos anfassen - der Gleichrichter ist war zwar spürbar warm, aber weit weg davon heiß zu sein. Allerdings ist das Teil auch direkt auf das Chassis geschraubt und das Blech dürfte zumindest etwas zur Kühlung beitragen. Die Spannungen lagen im grünen Bereich, zumindest von daher ist ein Wechsel vielleicht doch noch nicht erforderlich.

Wobei mir gerade der Gedanke kam, mal ein paar meiner älteren Kollegen in München abzufragen die schon bei Siemens-Zeiten dabei waren, vielleicht gibt es noch jemanden darunter der sich mit Selenbauteilen auskennt - letztlich waren das mit die ersten Leistungshalbleiter, wenn man so will.

Schöne Grüße aus dem Süden
Ralf


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BeitragVerfasst: Mo Apr 16, 2012 23:11 
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Zitat:
...älteren Kollegen in München abzufragen die schon bei Siemens-Zeiten dabei waren, vielleicht gibt es noch jemanden darunter der sich mit Selenbauteilen auskennt

Slebst wenn die Kollegen älter als die Gleichrichter sind... was erwarten Sie für eine Antwort ?
Aus Erfahrung wissen wir, daß die Papierkondensatoren ab 50 Jahre zu 99,9% unbrauchbar sind.

Die Lebensdauer der Selengleichrichter ist wahrscheinlich noch nicht erreicht.
Kommt auf die Belastung an, der sie ausgesetzt waren, Lagerbedingungen der Geräte, usw.

Ich kenne Selengleichrichter nicht als kritische Bauelemente, habe noch etliche in Betrieb. Vor einigen Monaten habe ich einen gewechselt, der wurde nicht warm, aber die Spannung brach doch schon ziemlich zusammen.
War eine alter Einweg- Selen, 40er/ Anfang 50er Jahre, also 60 -70 Jahre alt.

Noch kann man sagen: Wenn die für das Gerät angegebenen Spannungen erreicht werden, besteht kein unbedingter Grund zum Tausch.

Wenn Sie gegen einen modernen Si- Brückengleichrichter tauschen, ist es -aufgrund des wesentlich geringeren Innenwiderstands der Si- Gl.- ratsam, einen Widerstand, etwa 100 Ohm/ 5 - 10 W, in Reihe zum Ladeelko einzubauen.

Edi


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BeitragVerfasst: Mo Apr 16, 2012 23:28 
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Zuletzt geändert von fotoralf am Mo Apr 16, 2012 23:47, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mo Apr 16, 2012 23:40 
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Zitat:
In Reihe...? Meinen der Herr vor oder hinter dem Elko

Wenn Ihro Gnaden vernünftig fragen, werde ich vernünftig antworten.

Edi


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BeitragVerfasst: Di Apr 17, 2012 9:10 
Hallo,

auch wenn meine Meinung bei einigen Leuten auf Ablehnung stößt:
Ich ersetze grundsätzlich die Selengleichrichter gegen Siliziumgleichrichter und schalte einen entsprechenden Widerstand vor - so ist es sichergestellt, dass in dem Bereich in der Regel kein Defekt entsteht.
Auch ist meiner Meinung nach das Ersetzen aller Papierkondensatoren und Elkos erforderlich.

Zwar habe ich nicht das ausgeprägte Fachwissen einiger anderer Leute im Forum - ich bin halt kein "Profi" - allerdings halte ich das Ersetzen dieser Bauteile für eine den täglichen, einwandfreien Betrieb der Geräte sicherstellende Maßnahme.

Gruß
Denis


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BeitragVerfasst: Di Apr 17, 2012 9:27 
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Hallo,

danke nochmal für alle Tipps.
Nur falls das den einen oder anderen interessiert - es gibt sogar noch einen Hersteller für Selengleichrichter (in Säulenform) in Deutschland (nicht nur in Indien...) - hat mich selbst überrascht:
http://www.herrmann-gleichrichter.de/selen/gleichrichtersaeulen.html

Schöne Grüße
Ralf


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BeitragVerfasst: Di Apr 17, 2012 9:33 
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Kenntnisstand: **Zutreffendes Feld fehlt**
Zitat:
Ich ersetze grundsätzlich die Selengleichrichter gegen Siliziumgleichrichter ...

Falls das aufgrund der Messergebnisse nicht erforderlich ist, verändert es lediglich den Originalzustand.
Ob das erstrebenswert ist? :roll:


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BeitragVerfasst: Di Apr 17, 2012 10:44 
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Zitat:
auch wenn meine Meinung bei einigen Leuten auf Ablehnung stößt:
Ich ersetze grundsätzlich die Selengleichrichter gegen Siliziumgleichrichter und schalte einen entsprechenden Widerstand vor - so ist es sichergestellt, dass in dem Bereich in der Regel kein Defekt entsteht.
Auch ist meiner Meinung nach das Ersetzen aller Papierkondensatoren und Elkos erforderlich.


Rein fachlich gibt es dagegen nichts zu sagen.

Papierkondensatoren- Diese haben ihre Laufzeit hinter sich, die wenigen Kondis, die noch ok sind, kann man an einer Hand abzählen.

Elkos- Wenn ich ALLE Elkos meiner restaurierten Geräte gewechselt hätte... hätte ich ein kleines Vermögen ausgegeben. Es erwies sich einfach als nicht praktikabel- ich habe viele Geräte, in denen solche aus den 50ern und 60ern einwandfrei funktionieren. Die Anzahl der tatsächlich gewechselten Elkos ist gering. Meist waren die Kandidaten optisch schon angegammelt, speziell Kathodenelkos in Endstufen. Oft wechse ich die Elkos im Ratiodetektor, meist gegen Kunstfolie- Kondis, diese Stelle ist kritisch, da sollten absolut gute Kondis rein.
Nur Elkos im Plastgehäuse (alle, Minidinger auf Leiterplatte bis Netz- Becherelkos), oder die uralten Gurken im Pertinaxrohr... sind 100 % Schrott.

Selengleichrichter- Ein grundsätzlicher Wechsel Selen zu Silizium... auch hier ergab sich nicht die zwingende Notwendigkeit. Ergibt die Messung die angegebenen Anodenspannungen- ok.
Wenn doch:
In den meisten Fällen wird es nötig sein, einen Reihenwiderstand zu verwenden, da aufgrund des geringeren Innenwiderstands die Anodenspannungen höher sein werden.
Wenn Sie das gemacht haben- ist das so ok.
Ansonsten stimmen die Spannungen nicht mehr mit den Angaben im Schaltplan überein, die Spannungen können wesentlich höher sein, was über lange Zeit eine Überlastung bedeutet (Röhren, Netztrafo ), und was auch eine Fehlersuche erschwert.

@Rhombur: Danke für den Selen- Tip !
:danke:

Edi


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BeitragVerfasst: Mi Apr 18, 2012 9:17 
Bitte löschen


Zuletzt geändert von Grundig-1985 am Mo Sep 23, 2013 19:12, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Do Apr 19, 2012 17:34 
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Kenntnisstand: Elektrotechnischer Beruf/ Studium
Hallo

Ich habe bisher in einigen Dutzend Geräten einen einzigen Selen-Gleichrichter ersetzt , weil dieser nach dem Einschalten des Radios plötzlich qualmte und einen bestialischen Gestank verursachte.

Ich meine ,das diese verkapselten Gleichrichter (AEG oder Siemens o.ä.)recht langlebig und robust sind,
aber alles kann mal kaputt gehen.

Gleich-riecht-er :devil:

Gruß
Roman

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Ich habe meine Ernährung umgestellt.Die Keksdose steht jetzt neben dem Trenntrafo.


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BeitragVerfasst: Do Apr 19, 2012 21:41 
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Ich tausche Gleichrichter auch nur nach Befund: entweder Ausgangsspannung nieder oder bei den säulenförmigen AEG´s Hitzeentwicklung. Nach meiner Erfahrung ist das etwa in 10 bis 15% der Fälle unvermeidlich. Sonst mache ich es selbstredend nicht.

Allerdings gibt es vereinzelt Geräte, bei denen die Flachgleichrichter offensichtlich recht knapp bemessen sind und damit doch übermäßig oft den Löffel abgegeben haben. Ich hatte in meiner Karriere 7 Stück Graetz Sinfonia 422/522 hier, da war es 6 mal nötig, das find eich schon signifikant. Siemens B250C75, das ist da wohl sehr knapp.

H.

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UKW: Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe.....


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