Hallo,
gleich einmal zu meinem ersten Beitrag und zu meiner ersten Frage. Ich habe gestern ein sehr altes Röhren Tonbandgerät abgeholt. Der nette Herr hatte mir eine ganze Kiste Folienkondensatoren (alte Neuware, noch nie verbaut) geschenkt. Ich denke deutlich über 1000 Stück. Diese stammen aus einer Werkstatt, welche Röhrenradios repariert hatte, sicher über 1000 Stück. Es sind klassische Folienkondensatoren mit Kennzeichnung der Außenschicht, soweit ich das einschätzen kann.
Nun meine Frage, was ist davon zu halten, benutzbar?
Grüße André
Alte Kondensatoren
-
Hasen70
- Philetta

- Beiträge: 3
- Registriert: So Feb 08, 2026 16:36
- Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Alte Kondensatoren
Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
-
fritz52
- Kuba Komet

- Beiträge: 1674
- Registriert: Mi Dez 07, 2022 17:13
- Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
- Wohnort: Müritzkreis
Re: Alte Kondensatoren
Folien Kondensatoren gehören idR zu den guten Kondensatoren.
M. f. G.
fritz
- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen
fritz
- Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen
-
röhrenradiofreak
- Geographik

- Beiträge: 10401
- Registriert: Do Dez 27, 2007 23:19
- Kenntnisstand: Sehr gute Kenntnisse (Hobby)
- Wohnort: östliches Niedersachsen
Re: Alte Kondensatoren
Die ERO KT1800 links und rechts auf dem Foto sind Folienkondensatoren, die in der Regel auch heute noch einwandfrei sind.
Steht bei dem mittleren Kondensator hinter WIMA die Bezechnung DUROLIT? Dann ist das kein Folienkondensator, sondern ein papierisolierter Kondensator. Durch den Kunstharzverguss sind diese Kondensatoren zwar meist besser erhalten als z.B. ERO 100, aber je nachdem, wie sie gelagert wurden, können sie trotzdem viel Feuchtigkeit gezogen haben. Wenn man sie verwendet, sollte man zumindest vorher den Leckstrom kontrollieren. Oder lieber gleich Folienkondensatoren verwenden.
Lutz
Steht bei dem mittleren Kondensator hinter WIMA die Bezechnung DUROLIT? Dann ist das kein Folienkondensator, sondern ein papierisolierter Kondensator. Durch den Kunstharzverguss sind diese Kondensatoren zwar meist besser erhalten als z.B. ERO 100, aber je nachdem, wie sie gelagert wurden, können sie trotzdem viel Feuchtigkeit gezogen haben. Wenn man sie verwendet, sollte man zumindest vorher den Leckstrom kontrollieren. Oder lieber gleich Folienkondensatoren verwenden.
Lutz
-
Hasen70
- Philetta

- Beiträge: 3
- Registriert: So Feb 08, 2026 16:36
- Kenntnisstand: Weitergehende Kenntnisse (Hobby)
Re: Alte Kondensatoren
Hallo Lutz,
ja hinter Wima steht Durolit. Danke für den Hinweis, dann kann ich die ja schon mal aussortieren.
Es sind noch Eroid mit 3 Anschlüssen dabei? Erofol, Kv EROID,, ERO P,
Und das hier
ja hinter Wima steht Durolit. Danke für den Hinweis, dann kann ich die ja schon mal aussortieren.
Es sind noch Eroid mit 3 Anschlüssen dabei? Erofol, Kv EROID,, ERO P,
Und das hier
Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
-
hf500
- Geographik

- Beiträge: 2133
- Registriert: Do Jul 08, 2010 21:17
Re: Alte Kondensatoren
Moin,
"Eroid"-Kondensatoren sind ebenfalls kunstharzumhuellte Papierkondensatoren. Genauso wie die "Durolit" leiden sie inzwischen an Feuchtigkeitsaufnahme.
"Erofol" sind Kunstfolienkondensatoren, die sind stabil.
"Ero P", mir unbekannt, im Zweifel auch Papier.
Kondensatoren mit 3 Anschluessen koennen entweder Doppelkondensatoren fuer Entstoerzwecke sein (aber dann steht es auch deutlich drauf) oder es sind abgeschirmte Kondensatoren. Das vor allem, wenn der Draht zum Schirm etwas duenner als die anderen beiden ist und dicht an der Aussenflaeche "entspringt".
Der abgebildete Hydra-Kondensator fuer 1000V und 68nF ist sehr wahrscheinlich auch ein Papierkondensator wie "Durolit" etc.
Wenn man ein digitales Kapazitaetsmessgeraet hat, kann man "nasse" Kondensatoren leicht finden. Bedingt durch das Messverfahren und womoeglich auch Aenderung der Dielektrizitaetskonstante des Papiers durch Wasseraufnahme erhoeht sich die angezeigte Kapazitaet. Hat man ein Isolationsmessgeraet mit entsprechenden Messpannungen (250, 500, 1000V) und Bereich bis 2G Ohm oder mehr, kann man auch direkt den Isolationswiderstand bestimmen.
73
Peter
"Eroid"-Kondensatoren sind ebenfalls kunstharzumhuellte Papierkondensatoren. Genauso wie die "Durolit" leiden sie inzwischen an Feuchtigkeitsaufnahme.
"Erofol" sind Kunstfolienkondensatoren, die sind stabil.
"Ero P", mir unbekannt, im Zweifel auch Papier.
Kondensatoren mit 3 Anschluessen koennen entweder Doppelkondensatoren fuer Entstoerzwecke sein (aber dann steht es auch deutlich drauf) oder es sind abgeschirmte Kondensatoren. Das vor allem, wenn der Draht zum Schirm etwas duenner als die anderen beiden ist und dicht an der Aussenflaeche "entspringt".
Der abgebildete Hydra-Kondensator fuer 1000V und 68nF ist sehr wahrscheinlich auch ein Papierkondensator wie "Durolit" etc.
Wenn man ein digitales Kapazitaetsmessgeraet hat, kann man "nasse" Kondensatoren leicht finden. Bedingt durch das Messverfahren und womoeglich auch Aenderung der Dielektrizitaetskonstante des Papiers durch Wasseraufnahme erhoeht sich die angezeigte Kapazitaet. Hat man ein Isolationsmessgeraet mit entsprechenden Messpannungen (250, 500, 1000V) und Bereich bis 2G Ohm oder mehr, kann man auch direkt den Isolationswiderstand bestimmen.
73
Peter