-CO-Windler hat geschrieben: Mo Apr 27, 2026 4:56...... Es wäre interessant welche Wirkung der gemeinsame Kathodenwiderstand und Elko auf den Klang hat. .........
Da hatten wir wohl die gleiche Idee. Ich habe gestern abend (da fallen mir die meisten Schnapsideen ein) die etwas dickere Formel zum Kathodenkondensator nach Lotus eingetippt (etwa =EXCEL) und mit den Daten gespielt. Errechnet wird die "untere Grenzfrequenz" unter Berücksichtigung der Verstärkung (bzw. Durchgriff) der Röhre. Ich habe die Daten des Valvo-Handbuches genommen, die natürlich zu der Originalschaltung differieren, aber nicht all zu sehr. Interessant ist die Relation der f
u bei Variation des C.
Die "Grenzfrequenz" ist per Definition bei ~0.7-facher Spannung (1/sqrt(2)), d.h. 29,3% Verlust . Dann liegt im "Handbuch-Fall" f
u mit 50µF bei 65 Hz und mit 100µF bei 32 Hz. (Der verstärkt natürlich noch weiter runter, aber gedämpfter. Grenzwert heißt in dem Fall nicht, daß darunter alles weg ist.)
Der Kathoden-Widerstand spielt dabei kaum eine Rolle, es geht mehr in Richtung Verstärkung und Widerstandsanpassung der Wechselstrom-(NF-) Leistung (d.h. Ra + Ri liegen in Serie zum C, dessen Widerstand variiert zur Frequenz, Rk fällt dabei kaum in's Gewicht). Da ist natürlich einiges vereinfacht, keine induktive Last, auch primär für Trioden gerechnet (bei dem Stromverhältnis Ig2 zu Ia <10% nur geringfüg für Pentoden zu korrigieren). Die Rechnung veranschaulicht mehr die Größenordnungen bei gleichen sonstigen Bedingungen. Der R muß zur g1-Vorspannung (Arbeitspunkt) möglichst gleichmäßige Gleichspannung liefern und die Glättung ist von 50µF auf 100µF um den Faktor zwei besser. Bei AB- oder B-Betrieb ist der Arbeitspunkt wichtiger als evtl. Klangfarben. In der Literatur wird für diese Fälle auf die RC-Kombinationen in der g1-Ansteuerung verwiesen, die dort effektiver ist. Unterm Strich würde ich in unserem Fall je 100µF einbauen, egal ob bei zwei oder einem RK. Vermutlich wird man in der Klangfarbe (außer bei Dum-Dum-Musik

) nicht viel merken.
Grüße Peter
Nachtrag:
Doch ein viel zugroßer Elko bewirkte seltsames Pumpen (ähnlich Dolby bei Kassettenrekordern) mit klopfigen Pianoanschlägen o.ä. weil der Elko dann nicht mehr schnell genug nachläd.
Den Effekt hatte ich in einem Reparaturfall, beim Austausch Selen gegen Silizium. Die tiefen Töne ziehen mehr "Saft" und ich hatte den Ausgleichswiderstand (Selen Ri Ersatz) zu hoch angesetzt. Man kann das mit mehr C verhindern oder den künstlichen Netzteil-Ri herunter setzen. Das Pumpen ist als "boating" ein Begriff.